iL-Gruppen
Langer Tag gegen Nazis
In den letzten Monaten ist es vermehrt zu neonazistischen Angriffen im Süd-Osten Berlins gekommen. Scheiben sind gesplittert, Plakate gefetzt und faschistische Parolen gesprüht!
Um die Betroffenen nicht mit den Sachschäden und dem Entsetzen über die Angreifbarkeit allein zu lassen, laden wir euch herzlich auf »Den langen Tag gegen Nazis« ein. Ein starkes Bündnis hat sich zusammengeschlossen, um den Nazis in Wort und Tat mit einer Kampagne entgegenzutreten. Sinn und Zweck soll die Information unseres Umfeldes, dessen Vernetzung und eine gemeinsame antifaschistische Auswirkung sein.
Gemeinsam mit unseren Nachbar_Innen wollen wir Gesicht zeigen und den Nazis klarmachen, dass wir ihnen keinen Kiez überlassen werden.
Zum Auftakt der Kampagne laden wir euch somit zu dem »langen Tag gegen Nazis« ein, dessen Erlös an die Betroffenen zur Rückerstattung der Sachschäden und in die Kampagne selbst geht. Im Rahmen dieses Tages finden am 20.03.10 folgende Veranstaltungen statt:
In den letzten Monaten ist es vermehrt zu neonazistischen Angriffen im Süd-Osten Berlins gekommen. Scheiben sind gesplittert, Plakate gefetzt und faschistische Parolen gesprüht!
Um die Betroffenen nicht mit den Sachschäden und dem Entsetzen über die Angreifbarkeit allein zu lassen, laden wir euch herzlich auf »Den langen Tag gegen Nazis« ein. Ein starkes Bündnis hat sich zusammengeschlossen, um den Nazis in Wort und Tat mit einer Kampagne entgegenzutreten. Sinn und Zweck soll die Information unseres Umfeldes, dessen Vernetzung und eine gemeinsame antifaschistische Auswirkung sein.
Gemeinsam mit unseren Nachbar_Innen wollen wir Gesicht zeigen und den Nazis klarmachen, dass wir ihnen keinen Kiez überlassen werden.
Zum Auftakt der Kampagne laden wir euch somit zu dem »langen Tag gegen Nazis« ein, dessen Erlös an die Betroffenen zur Rückerstattung der Sachschäden und in die Kampagne selbst geht. Im Rahmen dieses Tages finden am 20.03.10 folgende Veranstaltungen statt:
Anschließend Kaffeetrinken in der Galerie Olga Benario.
Startzeit: 13:00 Uhr • Trefpunkt: Salvadore Allende Zentrum in der Jonasstr. 29
Anschließend Vokü und Bar.
17:00 Uhr • Lunte • Weisestr. 53
19:00 Uhr • Syndikat • Weisestr. 56
Themenabend: Der Kapp-PutschVortrag, Film und Lieder zum 90. Jahrestag des erfolgreichen Generalstreiks zur Abwehr einer faschistischen Diktatur.
19:00 Uhr • Galerie Olga Benario • Richardstr. 104
mit VoKü
20:00 Uhr • United Kiez Kino • Weserstr. 191
„Künstlerin aus Paris“ im Anschluss bohemischer Lebensgenuss mit diversen Soli-Spielereien. Angemessene Garderobe wird honoriert!
20:00 Uhr • Tristeza • Pannierstr. 5
20:00 Uhr • Silverfuture • Weserstr. 56
Mojito-Special und electro Beatsgepflegte Unterhaltung, schlürfen, tanzen, chillen in der SpecialGalerie Peppi Guggenheim International Berlin
20:00 Uhr • S.G.P.G.I.B • Weichselstr. 7
special Guests: cyclon circus, danach zeigen wir den Film „Swing Kids“ (etwa 22 Uhr)
21:00 Uhr • Friedel 54 • Friedelstr. 54
„in the Führer’s face“ u.a. Drinnen und Draußen zu sehen.
21:00 Uhr • ORi * Bar | Galerie | Projektraum • Friedelstr. 8
[Text] Alles Neu – Start der Militanten Untersuchung
Die Welt mit Staub bedeckt, doch ich will sehn wo's hingeht.
Steig auf den Berg aus Dreck, weil oben frischer Wind weht.
(Peter Fox – Alles Neu)
Totalitarismus - Thesen zur Auseinandersetzung mit einem Kampfbegriff
Berlin: VVN-Konferenz am 24./25.4.
[Termin] März Frühstück für solidarische Begleiter/innen
Das nächste Arbeitsfrühstück für solidarische Jobcenter-Begleiter/innen (ALG-2/Hartz-4) und die, die es gerne werden wollen, findet am Samstag, den 27.03.2010 um 10:30 Uhr im UBI KliZ Mieterladen statt (Berlin-Friedrichshain, Kreutzigerstr. 23, Nähe U-Bhf. Samariterstraße).
Vernetzung und Austausch // 27.03.2010 // 10:30 // Berlin // Mieterladen-Friedrichshain (Kreutzigerstr.23)
Dresden 2010 ein historischer Erfolg
Massenblockaden des Naziaufmarsches: Sie werden keinen Meter gehen!
Der gemeinsamen Aufruf von Basta! Linke Jugend und Avanti zu den Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Lübeck ist jetzt online:
- Nehmt massenhaft an den Blockaden in Lübeck am 27. März teil!
- Erfolgreiches Blockieren heißt früh aufstehen – seid spätestens um 8 Uhr an den Blockadepunkten!
- Gemeinsam werden wir es 2010 erreichen: Sie werden keinen Meter gehen!
Seit 2006 veranstalten Nazis aus dem Spektrum der „Freien Kräfte“ und der NPD alljährlich einen Aufmarsch in Lübeck. Durch diesen „Trauermarsch“ wollen sie die Bombardierung Lübecks im Jahr 1942 nutzen, um Deutschland als Opfer darzustellen und die Verbrechen des deutschen Faschismus zu verharmlosen und zu leugnen.
Gegen den Naziaufmarsch mobilisiert – ebenfalls seit 2006 – ein breites Bündnis von antifaschistischen Gruppen, Kirchen und Parteien unter dem Titel „Wir können sie stoppen“. Dessen Aktionen konnten die Nazis aus der Innenstadt vertreiben, so dass sie sich mit dem Stadtteil hinter dem Bahnhof begnügen mussten. Nur ein riesiges Polizeiaufgebot von bis zu 2000 Einsatzkräften ermöglichte in den vergangenen Jahren den Nazi-Aufmarsch mit 150 bis 250 TeilnehmerInnen.
Doch der Erfolg von Dresden zeigt uns: Es ist möglich, sogar sehr große Naziaufmärsche zu stoppen. Wichtig ist die massenhafte Beteiligung, die offene und vorbehaltlose Zusammenarbeit von antifaschistischen Gruppen sowohl mit anderen Linken als auch mit bürgerlichen Gruppen, eine verlässliche Aktionsvereinbarung und schließlich die Entschlossenheit, den gemeinsamen Blockadeplan in die Tat umzusetzen. Genau das haben wir uns in diesem Jahr für Lübeck vorgenommen: Wir machen es wie in Dresden!
Gegen den deutschen Opfermythos
Glücklicherweise ist die Situation in Lübeck anders, als sie es in Dresden lange Jahre war. Eine entwickelte Gedenkkultur bürgerlich-konservativer Kreise gibt es kaum, so dass die Propaganda der Nazis vom „Bombenterror“ ins Leere läuft. Die breit unterstützte Gedenkveranstaltung am 27. März gilt explizit den vom Lübecker Bahnhof aus deportierten Jüdinnen und Juden. Von diesen waren bis 1939 über die Hälfte ausgewandert oder auf der Flucht. Die 203 verbliebenen Jüdinnen und Juden wurden teils am 6. Dezember 1941 mit einem Transport von 90 Personen in das Konzentrationslager Jungfernhof bei Riga verbracht; die letzten Transporte gingen 1942/43 in das Ghetto Theresienstadt. Nur drei Personen überlebten Deportation und Lager.
Das Gedenken dieser Schicksale ist wichtig und mit ein Ergebnis der antifaschistischen Arbeit der letzten Jahre. Dennoch gilt es an diesem Punkt wachsam zu bleiben: Nicht nur den Nazis, sondern auch Versuchen aus dem bürgerlichen Lager, deutsche Opfergeschichte zu erzählen und damit Ursache und Wirkung, TäterInnen und Opfer des deutschen Faschismus gleichzusetzen oder zu verkehren, muss entgegengewirkt werden.
Es gilt, jedem neuen Nationalismus und der fortschreitenden Militarisierung der Außenpolitik einen Riegel vorzuschieben.
Still loving to block Nazis
Immer wieder hören wir PolitikerInnen und Polizeiverantwortliche sagen, dass die Nazis nun einmal nicht verboten seien und deswegen auch das Recht hätten zu demonstrieren wie alle anderen politischen Gruppierungen auch. Dazu sagen wir entschieden: Nein! Der Faschismus ist eben keine politische Meinung wie alle anderen auch. Das Ziel der Nazis ist die Wiedererrichtung einer faschistischen Diktatur, die Wiederholung von mörderischer Unterdrückung, von Krieg und Völkermord. Über den Faschismus, den Rassismus oder Antisemitismus kann nicht diskutiert, gestritten oder abgestimmt werden. Es handelt sich um politische Verbrechen, die auch heute längst wieder ihre Opfer fordern. Mehr als 140 Menschen sind in den letzten beiden Jahrzehnten durch Neonazis in Deutschland umgebracht worden.
Auf Staat, Justiz und Polizei können wir im Kampf gegen die extreme Rechte nicht vertrauen. Sie glänzen entweder durch Tatenlosigkeit wie Lübecks Bürgermeister Saxe, der nur demonstratives Desinteresse für den alljährlichen Naziaufmarsch zeigt, oder bahnen des Nazis aktiv den Weg wie Lübecks Polizeidirektor Hüttmann. Dieser hätte schon mehr als einmal gute Gründe gehabt, die Nazis nach Hause zu schicken, entschied sich aber für Schlagstock und Massenfestnahmen.
Ziviler Ungehorsam ist unser Recht
Wir müssen es deswegen selbst in die Hand nehmen, die Nazis zu stoppen. Im Vorwege sind vier Blockadepunkte benannt, die direkt angefahren werden sollen. Das Konzept und die Mittel des Zivilen Ungehorsams sind von wesentlicher Bedeutung. Es geht um entschlossene Massenblockaden, an denen sich viele Menschen aus unterschiedlichen Spektren beteiligen. Dafür notwendig ist eine Aktionsvereinbarung, die diese breite Beteiligung auch möglich macht und die es den Menschen erleichtert, den – nicht ganz einfachen – ersten Schritt zum kollektiven Regelübertritt und zum gemeinsamen Widerstand zu gehen.
Deshalb gilt für die vier Punkte, zu denen wir gemeinsam mit dem Bündnis „Wir können sie stoppen“ aufrufen: Wir planen vielfältige Massenblockaden, auf denen wir keine Eskalation mit der Polizei wollen. Einem Räumungsversuch werden wir uns passiv widersetzen, indem wir uns unterhaken oder wegtragen lassen. Wir respektieren, dass es AntifaschistInnen gibt, die andere Aktionskonzepte mit weniger Einschränkungen haben, die sich aber mit den UnterzeichnerInnen der „Lübecker Erklärung“ im Ziel, den Naziaufmarsch zu verhindern, einig sind. Allen Versuchen der Spaltung und Entsolidarisierung werden wir im Bündnis und in der Öffentlichkeit deutlich entgegentreten.
Auf dieser Basis fordern wir Euch auf:
- Nehmt massenhaft an den Blockaden in Lübeck am 27. März teil!
- Erfolgreiches Blockieren heißt früh aufstehen – seid spätestens um
8 Uhr an den Blockadepunkten!
- Gemeinsam werden wir es 2010 erreichen: Sie werden keinen Meter gehen!
Radiofeature zu Gentrification in Nord-Neukölln
Der Norden Neuköllns verändert sich rasant. Die Mieten steigen, Kneipen und Cafés eröffnen. Zahlungskräftigeres Publikum zieht her. Damit einher geht auch eine beginnende Verdrängung der bisherigen Bevölkerung. Um auf diese Situation aufmerksam zu machen hat sich die Avanti-Sozial-AG Ende letzten Sommers in Neukölln umgeschaut und ein Radiofeature produziert, das über die aktuelle Situation aufklären und die wichtigen Akteure benennen will.
Der Norden Neuköllns verändert sich rasant. Die Mieten steigen, Kneipen und Cafés eröffnen. Zahlungskräftigeres Publikum zieht her. Damit einher geht auch eine beginnende Verdrängung der bisherigen Bevölkerung. Gentrification, so nennt sich das stadtpolitische Phänomen, das ähnlich und zum Teil weiter fortgeschritten auch in anderen Berliner Bezirken wie Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Kreuzberg beobachte werden kann. Maßnahmen des Berliner Senats wie die Quartiersmanagements und die Ausrufung von Sanierungsgebieten schieben diesen Prozess an und begleiten ihn.
Um auf diese Situation aufmerksam zu machen hat sich die Avanti-Sozial-AG Ende letzten Sommers in Neukölln umgeschaut und ein Radiofeature produziert, das über die aktuelle Situation aufklären und die wichtigen Akteure benennen will. Es wurden u.a. Interviews mit dem Quartiersmanagement Reuterkiez und dem Vorsitzenden von Haus und Grund Neukölln geführt. Wir wollen so noch einmal nachdrücklich auf die Entwicklung nicht nur in Nordneukölln, sondern in Gesamtberlin aufmerksam machen: denn überall innerhalb des S-Bahn-Rings steigen die Mieten. Das Feature sowie das dazugehörige Booklet gibt es hier zum Download: Feature (mp3; 50 MB); Booklet (pdf, 229 KB).
Bei einem Treffen der Kultur AG des Quartiersmanagements Reuterplatz im Sommer 2008 äußerte ein Teilnehmer, er wünsche sich schon ein bisschen mehr Gentrification in Neukölln. Wir sehen das anders. Wir wünschen uns ein bisschen mehr Widerstand!
ALB: »Bei Komplikationen kann nur noch der Notarzt helfen«
Antifa-KOK: »Antiislamische Vorurteile sind tief verwurzelt«
[Erklärung] Dresden 2010 – eine erste Bilanz
Der Text ist ein Vorabdruck aus der im Frühjahr 2010 erscheinenden arranca!
800 auf Demonstration gegen Abschiebung
Unter dem Motto "Abschiebung ist Mord" demonstrierten am Dienstag Abend 800 Menschen in Hamburg. Anlaß war der Tod des 17-Jährigen David in Abschiebehaft. Er hatte sich am Sonntag erhängt.
Unter dem Motto "Abschiebung ist Mord" demonstrierten am Dienstag Abend 800 Menschen in Hamburg. Anlaß war der Tod des 17-Jährigen David in Abschiebehaft. Er hatte sich am Sonntag erhängt.
An der kurzfristig vom Hamburger Flüchtlingsrat und Avanti-Hamburg organisierten Demonstration beteiligten sich ca. 800 Personen.
Als erste Reaktion seitens der Stadt wurde verkündet, dass Minderjährige Flüchtlinge ab Sofort nicht mehr in Abschiebehaft genommen werden sollen (MOPO).
mitte: MittelspalteAnarchist nach 24 Jahren Knast frei
Kiel: Antifa-Demo am 13.3.2010
ak 547: Sie kamen nicht durch!
ak 547: Islamfeindlichkeit und Antisemitismus - ein schwieriger Vergleich
ak 547: Flugzeugträger Haiti?
ak 547: Widersprüche bearbeiten lernen
ak 547: Bellizisten entlarven Kapitulanten
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