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Lieber KOK, liebe IL,
Danke für eure Unterstützung in Köln! Ohne eure Hilfe wäre dieses Wochenende nicht zu dem geworden, was es war. Die wichtigsten Blockadepunkte konnten wir gemeinsam mit euch organisieren und wir denken, dass keine bessere Zusammenarbeit denkbar gewesen wäre. Für eure Bereitschaft, einen aktiven Part in die Organisation und Durchführung der Aktionen einzunehmen, danken wir euch hier + jetzt mal ganz offiziell. Das Konzept der Massenblockade hat funktioniert - ganz können wir es selber noch nicht glauben.
Das Klimacamp von 15. bis 24. August in Hamburg Lurup im Doppelcamping mit dem AntiRa-Camp ist erfolgreich zu Ende gegangen. Im Rahmen des Camps fanden mehr als 60 Workshops und Vorträge statt sowie tägliche öffentlichkeitswirksame Aktionen. Hieran beteiligten sich über 2.000 Menschen, die für ein ganz anderes Klima und gegen rassistische Abschiebepolitik eintreten. Das Camp hat die Hamburger schwarz-grün dominierte politische Landschaft aufgewühlt und in Bewegung gehalten. Rassistische Abschiebepolitik war genauso Zielscheibe der Aktiven wie eine heuchlerische Klimapolitik, die in erster Linie weiter auf ökonomisches Wachstum setzt. Hier eine Nachbereitung von Avanti zum Klimacamp.
Die rechtspopulistische „Bürgerbewegung pro Köln“ will vom 19. bis zum 21.September 2008 eine „Anti-Islamisierungs-Konferenz“ durchführen. Zu diesem Treffen, das mitten in der Kölner Innenstadt auf einem öffentlichen Platz angekündigt ist, werden mehrere hundert Rassistinnen und Rassisten aus ganz Europa erwartet.
Für uns als interventionistische Linke versteht es sich von selbst, gegen neonazistische (Groß-)Events vorzugehen, mit dafür zu sorgen, dass ihre Treffen unterbunden werden und ihre Propaganda kein Gehör findet.
Aus diesem Grund werden wir uns an den Protesten gegen den RassistInnen-Kongress in Köln beteiligen. Ein breites Bündnis (http://www.hingesetzt.mobi) von Antifa-Gruppen über linke Initiativen bis hin zu Gewerkschaften, Fußballfanclubs, SchülerInnenvertretungen, KünstlerInnen und GastwirtInnen ruft dazu auf, sich in Form von Massenblockaden mit Mitteln des zivilen Ungehorsams den RassistInnen in den Weg zu stellen. (Siehe auch: Internationalen RassistInnen-Kongress verhindern!)
Der Aufruf der iL und Liste der Veranstaltungen und Aktionstrainings von & mit IL-Gruppen
Am 28.1.2008 fällte ein Gericht in Florenz das Urteil über 13 Teilnehmer einer Demonstration gegen den Jugolslawienkrieg und dessen Unterstützung durch die damalige D'Alema Regierung. Alle 13 Angeklagten wurden zu sieben Jahren Haft verurteilt!
Aus Protest gegen dieses Urteil und in Solidarität mit den Verurteiliten Genoss/innen ruft Libertad! am diesjährigen Aktionstag 18. März zu Aktionen vor italienischen Einrichtungen auf: siehe auch den Aktionsaufruf zum Aktionstag 18. März Italien: Sieben Jahre wegen Antikriegsaktionen
italien: In Florenz wurden am 28. Januar dieses Jahres 13 Teilnehmer einer Demonstration, die 1999 gegen den Jugoslawien-Krieg stattfand, zu jeweils sieben Jahren Haft verurteilt. Obwohl der eigentliche Tatvorwurf der Strassenblockaden bereits verjährt war, forderte die Staatsanwaltschaft vier bis fünf Jahre Haft wegen "schwerem Widerstand gegen die Staatsgewalt". Dem Richter schien das offensichtlich zu wenig und er verhängte gegen alle 13 Angeklagten pauschal jeweils sieben Jahre. Siehe auch den Artikel Italien: Sieben Jahre wegen Antikriegsaktionen
Deswegen ruft Libertad! dazu auf, am Aktionstag 18. März vor italienischen Botschaften, Konsulaten u.a. Einrichtungen zu protestieren und den verurteilten Genoss/innen unsere Solidarität zu bekunden.