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07. September 2008, Frankfurt/M., Gewerkschaftshaus

Die NATO wird 60 und will dieses Ereignis mit einem Gipfel am 3. und 4. April 2009 in Strasbourg/Kehl feiern. Um möglichst alle schon entwickelten Überlegungen, Planungen und Ideen von Gegenaktivitäten in eine spektrenübergreifende Vorbereitung einfließen zu lassen und berücksichtigen zu können laden Attac, Bye-bye-Nato-Bündnis, Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Interventionistische Linke, Kasseler Friedensratschlag und Kooperation für den Frieden zu einem Arbeitstreffen “60 Jahre NATO 2009“ am 07. September 2008 nach Frankfurt/M.



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Repression in Italien

Am 28.1.2008 fällte ein Gericht in Florenz das Urteil über 13 Teilnehmer einer Demonstration gegen den Jugolslawienkrieg und dessen Unterstützung durch die damalige D'Alema Regierung. Alle 13 Angeklagten wurden zu sieben Jahren Haft verurteilt!
Aus Protest gegen dieses Urteil und in Solidarität mit den Verurteiliten Genoss/innen ruft Libertad! am diesjährigen Aktionstag 18. März zu Aktionen vor italienischen Einrichtungen auf: siehe auch den Aktionsaufruf zum Aktionstag 18. März

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italien: In Florenz wurden am 28. Januar dieses Jahres 13 Teilnehmer einer Demonstration, die 1999 gegen den Jugoslawien-Krieg stattfand, zu jeweils sieben Jahren Haft verurteilt. Obwohl der eigentliche Tatvorwurf der Strassenblockaden bereits verjährt war, forderte die Staatsanwaltschaft vier bis fünf Jahre Haft wegen "schwerem Widerstand gegen die Staatsgewalt". Dem Richter schien das offensichtlich zu wenig und er verhängte gegen alle 13 Angeklagten pauschal jeweils sieben Jahre. Siehe auch den Artikel [node:83] Deswegen ruft Libertad! dazu auf, am Aktionstag 18. März vor italienischen Botschaften, Konsulaten u.a. Einrichtungen zu protestieren und den verurteilten Genoss/innen unsere Solidarität zu bekunden.

Pasta, Pizza und ein bisschen Polizeistaat? Aktionsvorschlag für den 18.3.2008

Liebe Genossen und Genossinnen Wir sind uns klar, dass dieser Vorschlag sehr spät kommt, aber vielleicht passt er bei einigen von euch noch ins Programm oder gibt euch zu denken dieses Jahr am 18.3. überhaupt mal wieder was zu machen... In Italien wurden seit dem Jahr 2000 über 9000 Menschen wegen politischen Aktivitäten mit teils drastischen Strafen überzogen. Unabhängig von der gerade amtierenden Regierung werden AktivistInnen wegen purer Teilnahme an Demonstrationen zu langjährigen Haftstrafen verurteilt, ohne dass ihnen ein konkreter Tatvorwurf gemacht würde. Das jüngste Beispiel kommt aus Florenz. Dort wurden am 28. Januar dieses Jahres 13 Teilnehmer einer Demonstration, die 1999 gegen den Jugoslawien-Krieg stattfand, zu jeweils sieben Jahren Haft verurteilt. Obwohl der eigentliche Tatvorwurf der Strassenblockaden bereits verjährt war, forderte die Staatsanwaltschaft vier bis fünf Jahre Haft wegen "schwerem Widerstand gegen die Staatsgewalt". Dem Richter schien das offensichtlich zu wenig und er verhängte gegen alle 13 Angeklagten pauschal jeweils sieben Jahre. Erst im vergangenen Dezember wurden Urteile gegen DemonstrantInnen wegen der Gegenaktivitäten zum G8 Gipfel 2001 in Genua gefällt. 25 Menschen wurden zu insgesamt 102 Jahren Knast verurteilt, die Staatsanwaltschaft hatte 225 Jahre gefordert! Diese Urteile stehen nicht alleine. Wir haben diesem Aktionsvorschlag ein Papier beigelegt, das eine Vielzahl solcher überzogenen Repressalien gegen linke AktivistInnen aufzählt. In Italien läuft seit Jahren eine Kampagne gegen die Paragraphen 41bis (Haft- und Prozessbestimmungen für politische Gefangene) und 270 (Subversive Vereinigungen). Diese Paragraphen stellen die Basis für die aktuelle Repressionswelle dar. Sie sind teilweise vergleichbar mit den Paragraphen 129a/b in Deutschland, gehen aber noch wesentlich weiter, was die Einschränkung von unseren Rechten bzw. die Ausweitung der Rechte der Bullen angeht.. Wir schlagen vor, am 18.3. dieses Jahres in vielen Städten Kundgebungen vor oder Demos zu italienischen Konsulaten oder Botschaften zu organisieren. Das kann im Rahmen von schon geplanten Aktivitäten geschehen, aber auch als kleine Einzelaktionen ohne große Vorbereitung. Worauf es ankommen würde ist, dass diese Kundgebungen in vielen Städten stattfinden. Wenn hier vor zehn Konsulaten auch nur jeweils 20 Leute mit Pappschildern gegen diese Urteile protestieren würden, dann würde das in Italien sehr wohl wahrgenommen. In Italien gehen die Leute gegen die Urteile und Gesetze auf die Strasse. Erst am 9. Februar demonstrierten über 1000 Leute in Bologna gegen die Verfahren von Florenz. Lassen wir sie nicht alleine! Internationale Solidarität ist nicht nur ein Spruch auf Demos, gerade am Aktionstag gegen Repression müssen wir sie auf die Strasse tragen. Nächstes Jahr wird Italien erneut den G8 Vorsitz haben und das jährliche Gipeltreffen ausrichten. Nach den Erfahrungen von Genua 2001, die bis heute nachwirken, dürfen wir nicht zulassen, dass die Einschüchterungspolitik der italienischen Justiz Früchte trägt. Für eine starke Mobilisierung gegen die Repression in Italien Freiheit für alle Gefangenen Heraus zum 18. März Libertad! Siehe auch den Artikel [node:83]




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Kurze Solidaritätserklärung der Interventionistischen Linken (IL) zu den aktuellen §129a Verfahren im Zusammenhang mir "militante gruppe"



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"Auch wenn die Vielfalt sozialer Kämpfe prinzipiell keine bestimmbare Grenze hat, verdichten sich Revolten und Alternativen stets in besonderen Auseinandersetzungen. Für die Interventionistische Linke (IL) war die Beteiligung an den Protesten gegen den G8-Gipfel von Heiligendamm das erste große und gemeinsame Projekt. Mit allen anderen Spektren der Bewegung haben wir den Kadern der herrschenden Klasse kräftig in die Propagandasuppe gespuckt. Der Gipfel von Heiligendamm wird in Deutschland sicherlich der letzte dieser Form gewesen sein: noch einmal 100 Mio. Euros, nur um über das Wetter zu reden?"
So beginnt der Text der Interventionistischen Linken, in dem sie sich mit der G8-Mobilisierung auseinandersetzt.