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Editorial
Irgendwann musste das ja kommen. Ohne Not brachten einige Äußerungen von attac-FunktionärInnen die wirklich nicht harmonische und von gegenseitigem Respekt durchdrungene Welt der organisierten G8-GegnerInnen durcheinander: In Zeitungsinterviews wurden Distanzierungen von Gewalt (wie immer: von der von unten bzw. links) hinausgetönt.
„Zu Wasser, in der Luft ... oder am liebsten immer Russland“ soll ein hochrangiger Regierungsvertreter am Rande des letzten Gipfels in St. Petersburg einem Journalisten auf die Frage nach der besten G8-Location geantwortet haben. Denn bei Putin lief es wie geschmiert. Keine Kostendebatte, keine Demonstrationsfreiheit, kaum GipfelgegnerInnen, viel Einschüchterung und nicht wenige Festnahmen.
Es geht was vor, es geht wer um im Land.
Auf E-Mail-Listen kursieren Tipps, „erste“ Treffen finden statt, Infotouren rollen an, Aktionsversammlungen und Sommercamps werden geplant. Pläne werden geschmiedet und Fragen diskutiert. Was können wir da ausrichten gegen die? Wie die eigene Sache mit anderen zusammenbringen? Und überhaupt: kann das funktionieren, quer durchs außerparlamentarische Spektrum der örtlichen Gruppen und Initiativen bis rein in die Linkspartei und die großen Verbände, Ost und West, Funktionäre und BasisaktivistInnen, Gewaltfreie und Militante – die alle zusammen? Marx meinte mal: Sind mehr als drei deutsche Revolutionäre in einem Raum vereint, regiert nach kurzer Zeit das Stuhlbein … Aber Verhältnisse können sich ändern, selbst linke.