Internationalismus
Das Volk hat den Aufstand gewählt und nicht die Ketten
Die massenhafte Mobilisierung in Athen und allen großen Städte des Landes vorgestern hat deutlich gemacht, daß die Kreditverträge des Bankrotts und des Elends nur dank eines parlamentarischen Putschs und der Gewalt der Bereitschaftspolizei durchkommen konnten. Die traurige Schauspieltruppe der Dreiparteienkoalition hat jegliche gesellschaftliche Legitimation verloren und funktioniert nur noch als Büttel-Spitzel der Troika und der Banken, mit einem Vertrag auf begrenzte Zeit. Diese frech-feigen Leutchen erschienen noch kleiner, als die Hunderttausende die Straßen überfluteten, und zwar nicht nur, um nicht zu der Misere der 470 Euro[1] verurteilt zu werden, sondern um ihr Recht auf Würde und Hoffnung geltend zu machen, ihr unverbrüchliches Recht, über ihr Glück selbst zu bestimmen. Die Gewaltorgie der Polizei (die spät am Abend auf dem Amalia-Boulevard[2] Ausmaße von versuchtem Massenmord aufgrund Erstickens annahm) läßt keinen Zweifel daran, daß diese armseligen Menschen um jeden Preis an ihren Regierungssesseln kleben.
Solidaritätsaufruf aus Ägypten - Internationaler Aktionstag am 12. November
Vor über einer Woche wurde Alaa Abd El Fattah in Kairo festgenommen und in ein Militärgefängnis verschlepppt. Er ist einer der bekanntesten Aktivisten und bloggger des ägyptischen Aufstandes.
Lasst uns zum Ende kommen mit der Regierung und den Memorandum-Gesetzen
Am zweiten Tag des 48stündigen Generalstreiks in Griechenland kam es am 20. Oktober zu heftigen Auseinandersetzungen innerhalb linker Kräfte vor dem Parlament. Ordner der Kommunistischen Partei KKE, ihrer Jugendorganisation und der von der KKE dominierten Gewerkschaftsfront PAME hatten den Zugang zum Parlament abgeriegelt und verhinderten einen Vordringen radikaler Kräfte ins Parlament.
Die Schlacht von Maspiro
Wir kommen gerade von einem touristischen Besuch in der koptischen Altstadt von Kairo, als Naguib anruft: „Die Demo ist gigantisch“. Die christlichen Kopten haben sich in Shubra versammelt, nördlich des Zentrums. Also ziehe ich sofort mit meinem griechischen Genossen Yanis in Richtung Maspiro , die große Fernsehstation vom Kairo, direkt neben dem „Ramses Hilton Hotel“, wo die Demo enden soll.
Zum ersten Mal versammelten sich die Kopten Anfang März hier in Maspiro , als die religiösen Zusammenstöße begannen und die ersten Kirchen brannten. Hier entstand auch die Gruppe „Die Jugend von Maspiro “, die seither viele Aktionen und Demonstrationen organisiert hat. Dabei hielten sich traditionell die Kopten in Ägypten aus der Politik weitesgehend heraus, und lebten relativ isoliert in ihren Gemeinden unter sich. Doch an diesem Tag ist alles anders, und nach diesem Tag wird nichts mehr für sie so sein, wie es war.
No Justice - No Peace, Rede auf dem Mesopotanischen Sozialforum (MSF)
„Ich würde mir wünschen, dass es in den Metropolen Bewegungen gäbe, die diesen Krieg angreifen, unmöglich machen. Einfach den Nachschub kappen. Ich weiß, es ist angesichts des Zustands in den Metropolen utopisch. Auch auf längere Sicht wird es so bleiben. Schade, das wäre was. Eine militante Bewegung, die die Kriegsmaschine lahmlegt.“
Diese Sätze schrieb unsere Freundin und Genossin Andrea Wolf / Ronahi am 1. Mai 1997 in den Bergen Kurdistans. Kurz vor einer großen Mobilmachung der türkischen Armee.
Syrisches Statement gegen Nato-Intervention
Angesichts der Debatte um eine Nato-Intervention in Syrien und der Unsicherheiten die der Krieg in Libyen innerhalb der deutschen Linken ausgelöst hat möchten wir euch Folgende Stellungnahme der Local Coordinating Committees (LCC) aus Syrien ans Herz legen. Die LCC sind eine heterogene Vernetzung lokaler Grasroot-Committees und damit eine zentrale Struktur des syrischen Aufstandes.
Radikaler Internationalismus
Am vergangenen Freitag (17. Juni) ist unser Freund und Genosse Moe Hierlmeier in Nürnberg gestorben! Bereits Anfang Juni musste er wegen Herzbeschwerden ins Krankenhaus, es hieß, er sei haarscharf an einem Herzinfarkt vorbei geschrammt. Nach einer Besserung kam er wieder nach Hause, am Freitag hat er nun einen Herzinfarkt nicht überlebt!
Mit Moe Hierlmeier verlieren wir einen lieben Freund und Genossen, der von Beginn an dem Projekt der Interventionistischen Linken (iL) mitgewirkt hat.
Wir sind erschüttert und fassungslos. Eine Sprache versuchen Genossinnen und Genossen aus der Bundeskoordination Internationalismus (BUKO), der Interventionistischen Linken (IL) und den Redaktionen analyse & kritik und Fantômas im folgenden Nachruf zu finden.







