iL Newsletter 05/08: Campen und andere Aktivitäten
INTERVENTIONISTISCHE LINKE
Für eine Linke, die dazwischen geht
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> iL Newsletter 05/08: Campen und andere Aktivitäten
Liebe Genossinnen und Genossen,
der Sommer ist noch lang nicht vorbei. Erstmal doppelcampen und Aktionstage in Hamburg. Nach langem Tauziehen ist nun endlich der Platz für das Klima- und das AntiRa-Camp unter Dach und Fach. Der Aufbau beginnt und die Zelte werden nördlich des Altonaer Volkspark aufgeschlagen. Eine Karte und weitere Infos gibt es hier Campen in Hamburg: http://www.klimacamp08.net/wo. Ein schöner weitläufiger Ort, der zudem gut and den Öffentlichen Nahverkehr angeschlossen ist. Aufbauwillige mit kreativen Handen und Köpfen sind herzlich Wilkommen .
Die zentralen Aktionen werden am Freitag, 22.08. die Belagerung des Hamburger Flughafens und am Samstag, 23.08. die Besetzung des Kraftwerksbaus in Hamburg-Moorburg sein.
Am 20. September. wollen Rechtspopulisten aus dem ganzen Bundesgebiet und Europa (z.B. Front National aus Frankreich, FPÖ aus Österreich) einen "Anti-Islamisierungs-Kongress" mitten in Köln durchführen. Dagegen gibt es vorraussichtlich eine der größten (Antifa-)Mobilisierungen der letzten Zeit in Deutschland. Auch die iL beteiligt sich daran mit einem Blockadepunkt und mit zahlreichen vorbereitenden Veranstaltungen und Trainings in verschiedensten Städten.
Parallel zu den notwendigen Protesten in Köln findet in Mamö (Schwerden) das Europäische Sozialforum (ESF) statt. Tausende Aktivist/innen aus den verschiedensten Basisinitiativen und gesellschaftlichen Organisationen treffen dort zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und Perspektiven zu diskutieren. Gruppen aus der Interventionstischen Linken werden auch dort vielfältig präsent sein und sich u.a. an den Netzwerken Migration und Repression beteiligen. Wir werden auch von Erfahrungen aus der Block G8-Mobilisierung berichten und setzen uns dafür ein, dass der Nato-Gipfel 2009 zum einem zentralen europäischen Event der Gegenaktivitäten genommen wird.
Im Frühjahr 2009 besteht die NATO 60 Jahre. Dieses Jubiläum soll mit dem gleichzeitig stattfinden NATO-Gipfel in Strasbourg und Kehl gefeiert werden. Aus Anlass dieses Events imperialer Waffenbrüderschaft haben in der Friedens- und Antikriegsbewegung und in linken oppositionellen Gruppen in Deutschland, Frankreich und Europa Diskussionen und Vorbereitungen für Gegenaktivitäten begonnen. Die Interventionsitische Linke (iL) beteiligt sich an dieser Mobilisierung gegen Krieg, Militarismus und sozialer Entrechtung.
Gemeinsam mit Attac, dem Bye-bye-Nato-Bündnis, der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, dem Kasseler Friedensratschlag und der Kooperation für den Frieden lädt die Interventionistische Linke zu einem ersten spektrenübergreifenden Arbeitstreffen ein. Dieses Treffen am 07.09.08 in Frankfurt/Main soll die gemeinsame Diskussion über Inhalte, Strategie(n) und Aktionen der NoNato09-Kampagne voranbringen.
Inhalt:
- Doppelcamp in Hamburg und Aktionen gegen das Abschieberegime und den Kraftwerksbau in Hamburg-Moorburg
- Internationalen RassistInnen-Kongress verhindern! Kommt zum Blockadepunkt der interventionistischen Linken! - Aufruf der iL und Liste der Veranstaltungen
- No Nato 09: Einladung zum Arbeitstreffen am 07.09.08 in Frankfurt
> Doppelcamp in Hamburg und Aktionen gegen das Abschieberegime und den Kraftwerksbau in Hamburg-Moorburg
Freitag, 22. August: Mit „Fluten 3.0“ gegen das Abschieberegime am Hamburger Flughafen
Mindestens sieben europäische Abschiebecharter sind seit Mai 2004 von Hamburg gestartet, alle in afrikanische Staaten. In Zukunft sollen sie von FRONTEX - der „EU-Grenzschutzagentur“ - koordiniert werden. FRONTEX soll sogar ein eigenes Flugzeug bekommen, um Abschiebungen in eigener Regie durchführen zu können.
Genau gegen diese Abschiebepolitik soll mit der Aktion am 22.08. interveniert werden. Die Flutenaktion ist der offensive Höhepunkt des AntiRa-Camps gegen die „Charter der Schande“. Ein Streik von außen, der Tausende in unterschiedlicher Weise einbezieht, hier als Kundgebung, Kofferdemo oder Rave, dort als flexible Blockaden. Unberechenbar für die Polizei, aber berechenbar für alle, die sich beteiligen wollen, darin liegt einee der Herausforderungen… (http://fluten3punkt0.eu/ )
Samstag, 23.8.: „gegenstrom08“ – Bauplatzbesetzung Moorburg
Der Bau von über 20 neuen Kohlekraftwerken ist plastischer Ausdruck für die Heuchelei einer Politik, die Klimaschutz verspricht, aber das CO2 potente Produktionssystem nicht in Frage stellt. „gegenstrom08“ bedeutet, dass wir nicht nur den Bauplatz des umstrittenen Kohlekraftwerkes in Hamburg besetzten werden, sondern auch mit der Aneignung eines der momentan brisantesten politischen Fleckchen eine sichtbare Intervention in die Klimapolitik setzen wollen. (…)
„gegenstrom08“ wird dabei eine Aktion des zivilen Ungehorsams sein, an dem sich sehr viele Menschen unterschiedlicher politischer, sozialer und kultureller Hintergründe gemeinsam beteiligen, um unmissverständlich ihr „Nein“ gegenüber der derzeitigen neoliberalen Klimapolitik auszudrücken und Vattenfall sowie dem Senat einen Strich durch die (Profit-)Rechnung machen. Ein Jahr nach Heiligendamm und nur eineinhalb Jahre vor der großen Klimakonferenz 2009 in Kopenhagen wollen wir mit einer massenhaften und andauernden Besetzung der Baugrube in Hamburg Klimakämpfe endlich auch hier sichtbar machen…
(http://www.gegenstrom08.net/ )
Aktuelle Infos und Mobilisierungsmaterial findet Ihr auf:
http://camp08.antira.info
http://www.klimacamp08.net/
> Internationalen RassistInnen-Kongress verhindern! Kommt zum Blockadepunkt der interventionistischen Linken!
SIE KOMMEN NICHT DURCH!
WIR SIND SCHON DA!
Die rechtspopulistische „Bürgerbewegung pro Köln“ will vom 19. bis zum 21.September 2008 eine „Anti-Islamisierungs-Konferenz“ durchführen. Zu diesem Treffen, das mitten in der Kölner Innenstadt auf einem öffentlichen Platz angekündigt ist, werden mehrere hundert Rassistinnen und Rassisten aus ganz Europa erwartet.
Die angekündigte RednerInnen-Liste liest sich wie ein Who is Who des europäischen Rechtspopulismus: Neben dem Fraktionsvorsitzenden der belgischen Separatisten vom „Vlaams Belang“, Filip Dewinter, dem Vorsitzende der österreichischen FPÖ, Heinz-Christian Strache, einem Europaabgeordneten der italienischen „Lega Nord“, Mario Borghezio, sowie dem Vorsitzenden des französischen „Front National“, Jean Marie Le Pen ist eine Reihe von lokalen Pro-Köln-„Größen“ sowie ehemaligen CDU-Mitgliedern angekündigt. Schon hier wird klar, worum es sich bei Pro Köln handelt: Unter dem Deckmäntelchen einer „Bürgerbewegung“ treffen sich Rassisten und Neofaschisten mit Konservativen und Rechtspopulisten.
Pro Köln will die Veranstaltung als kommunalpolitischen Wahlkampfauftakt gestalten, schließlich hat sie -für eine Wählervereinigung der extremen Rechten- in Köln relativ erfolgreich ihre rassistischen Positionen verbreiten und die öffentliche Debatte um die Errichtung einer Großmoschee anheizen und für sich nutzen können. Pro Köln sitzt in Fraktionsstärke im Kölner Stadtrat und in jeder Bezirksvertretung.
Gleichzeitig steht der Kongress unter dem Vorzeichen der Formierung einer rechtspopulistischen Liste im Europaparlament.
Anti-Islamischer Rassismus als Bindeglied des europäischen Rechtspopulismus
Populistische und rassistische Kampagnen gegen „den Islam“ haben derzeit Konjunktur in der Propaganda der rechtspopulistischen Parteien in Europa. Am 17.Im Januar 2008 gründete sich auf Initiative von FPÖ und Vlaams Belang die Initiative „Cities against Islamisation“, der inzwischen rassistische Fraktionen vieler europäischer Städte angehören. In Östereich, der Schweiz, in Italien und Frankreich gab es bereits Kampagnen, die ähnlich wie die Kampagnen von Pro Köln bzw. ihrem landesweiten Ableger Pro NRW auf die Mobilisierung rassistischer Ressentiments einer breiten Öffentlichkeit setzen. Ziel ist es, an die medial weitverbreitete Kurzschlußanalogie „Islam = Fundamentalismus = Einwanderer = Untergang des Abendlandes“ anzuknüpfen. Rund 1/3 aller Bundesbürger ist laut Umfragen für eine Zuwanderungsbegrenzung, über 50% teilen die Aussage, es herrsche zur Zeit ein „Kampf der Kulturen“. Das Thema „Islam“ mit der Frage der Zuwanderung zu verknüpfen und rassistisch aufzuladen scheint das zentrale Kampagnenfeld der europäischen Rechten zu werden. Zumal sie sich davon auch organisatorische Fortschritte versprechen: Eine rechte Europafraktion oder sogar eine rechte "Europäische Freiheitspartei" auf antiislamischer Grundlage.
Linke Intervention: Soziale Ursachen statt Kulturalisierung
Für uns als interventionistische Linke versteht es sich von selbst, gegen neonazistische (Groß-)Events vorzugehen, mit dafür zu sorgen, dass ihre Treffen unterbunden werden und ihre Propaganda kein Gehör findet. Darüber hinaus ist es angebracht, den sich im Zuge von „Nine/Eleven“ verschärfenden Sicherheitsdiskursen, der sich anschließenden anti-Islamischen Stimmungsmache und den damit verbundenen kulturalisierenden Zuschreibungen im öffentlichen Diskurs linke Positionen entgegenzusetzen. Eine Linke sollte die sozialen und politischen Ursachen von Migration betonen und ihre historische Dimension hervorheben. Es gilt, das Recht auf Migration herauszustellen und die Subjekte sichtbar zu machen – und nicht ihre kulturellen Vorlieben oder vermeintlichen Eigenschaften.
Antiracist and antifascist movement: Join us in action!
Aus diesem Grund werden wir uns an den Protesten gegen den RassistInnen-Kongress in Köln beteiligen. Ein breites Bündnis von Antifa-Gruppen über linke Initiativen bis hin zu Gewerkschaften, Fußballfanclubs, SchülerInnenvertretungen, KünstlerInnen und GastwirtInnen ruft dazu auf, sich in Form von Massenblockaden mit Mitteln des zivilen Ungehorsams den RassistInnen in den Weg zu stellen. Wir wissen, daß es möglich sein kann, unter noch so schwierigen Bedingungen und medialer Hysterie einen Tagungsort zu blockieren. Das Bündnis bezieht sich sogar explizit auf Block-G8 – und will nicht nur symbolisch eine Absage an Rassismus und Rechtspopulismus erteilen, sondern für eine effektive Blockade des Tagungsortes unter breiter gesellschaftlicher Teilnahme sorgen.
Sorgen wir gemeinsam für erfolgreiche Blockaden!
Kommt zum Blockadepunkt der interventionistischen Linken nach Köln!
Wir sind schon da! Sie kommen nicht durch!
Interventionstische Linke (iL)
Der Aufruf kann in einer Layout-Version hier runtergeladen werden: http://www.dazwischengehen.org/sites/dazwischengehen.org/files/il-koelna...
Weitere INFOS:
WWW.INTERVENTIONISTISCHE-LINKE.DE
Seite der Interventionistischen Linken mit Informationen über die Gegenaktivitäten , den Blockadepunkt und weitere linke Themen
WWW.HINGESETZT.MOBI
Webseite des Kölner Bündnisses mit vielen aktuellen Informationen, Aufrufen, UnterstützerInnen etc.
WWW.ANTIFA.DE
Webseite mit vielen bundesweiten Antifa-Themen und Terminen
INFOVERANSTALTUNGEN UND AKTIONSTRAININGS von & mit IL-Gruppen
9.8. Köln: öffentliches Aktionstraining für Presse Auf der Domplatte, 15:00 (Aktionstraining)
12.8. Wuppertal: Autonomes Zentrum, Markomannenstr. 3, 20:00 (Infoveranstaltung)
14.8. Herne: “Sonne”, Shamrockstr.121, 44623 Herne (Infoveranstaltung)
20.8. Hamburg: Antira-Camp (Infoveranstaltung)
24.8. Münster: Aaseekugeln, 16:00 (Aktionstraining)
24.8. Leverkusen: Kulturausbesserungswerk, Kolbergerstr. 95a, 14:00 (Infoveranstaltung & Aktionstraining)
28.8. Rostock: 19:00 (Infoveranstaltung)
29.8. Köln: Schnapsfabrik,Neuerburgstr. 4, anschließend Konzert, 16:00 (Aktionstraining)
31.8. Köln: Bauwagenplatz, Ecke Krefelderstr./Innere Kanalstr., anschließend Konzert, 18:30 (Infoveranstaltung)
2.9. Bochum: Soziales Zentrum Bochum, Rottstr. 31, 20:00 (Infoveranstaltung)
2.9. Bremen: paradox, Bernhardstraße 12, 20:00 (Infoveranstaltung)
4.9. Bonn: OAT, 20:00 (Infoveranstaltung)
7.9. Bremen: Buchte, Buchtstr. 14, 14:00 – 18:00 (Aktionstraining)
8.9. Hannover: UJZ Kornstraße, Kornstraße 28 - 30, 20:00 (Infoveranstaltung)
8.9. Frankfurt: 19:30 (Infoveranstaltung)
10.9. Marburg: Cafe am Grün, Am Grün 28-30, 20:30 (Infoveranstaltung)
10.9. Lübeck: Brazil, Willy-Brandt-Allee 9, 19:00 (Infoveranstaltung)
10.9. Berlin: Festsaal Kreuzberg, Skalitzer Str. 130, 19:00 (Infoveranstaltung / Podiumsdiskussion)
11.9. Nürnberg: Desi Nürnberg, Brückenstrasse 23
11.9. Kiel: Antifa- Café, Alte Meierei, Hornheimer weg 2, 19:00 (Infoveranstaltung)
11.9. Lindau: Club Vaudeville, Von Behring Str. 6-8, 20:00 (Infoveranstaltung)
13.9. Köln: Innenstadt, großes und öffentliches Aktionstraining
14.9. Düsseldorf: Linkes Zentrum Hinterhof, Corneliusstr. 108, 14:00 (Infoveranstaltung & Aktionstraining)
14.Lübeck: Brazil, Willy-Brandt-Allee 9, 23554 Lübeck, 13:00-18:00 (Aktionstraining)
> Kein Friede mit der NATO!
Im Frühjahr 2009 besteht die NATO 60 Jahre. Dieses Jubiläum soll mit dem gleichzeitig stattfinden NATO-Gipfel in Strasbourg und Kehl gefeiert werden. Aus Anlass dieses Events imperialer Waffenbrüderschaft haben in der Friedens- und Antikriegsbewegung und in linken oppositionellen Gruppen in Deutschland, Frankreich und Europa Diskussionen und Vorbereitungen für Gegenaktivitäten begonnen. Die Interventionsitische Linke (iL) beteiligt sich an dieser Mobilisierung gegen Krieg, Militarismus und sozialer Entrechtung. Die Feierlichkeiten der NATO sollen nicht glatt über die Bühne gehen.
Die NATO ist nach wie vor ein zentrales Instrument zur Durchsetzung und Verteidigung der „Freien Welt“. Dieses Synonym für die kapitalistischen Demokratien ist unter den Regierenden und Herrschenden insbesondere schon deshalb sehr beliebt, weil es suggeriert, als ginge es nicht um eine sehr blutige und mörderische Angelegenheit. Gegründet gegen die Sowjetunion, ist sie heute die zentrale imperialistische politisch-militärische Struktur. Mit dem Ausrufen des „Bündnisfall“ 2001 (gegen Al-Kaida und Afghanistan) wurde der Zuständigkeitsbereich globalisiert; mit der Operation „Enduring Freedom“ ist der permanente Ausnahmezustand (nach innen in die Gesellschaften, nach außen die Schaffung von Zonen des andauernden Krieges und der Rechtlosigkeit) strukturelles Merkmal des globalen Kapitalismus.
Ziele der Mobilisierung sollten die "Delegitimierung von NATO und Bundeswehr, die kompromisslose Positionierung gegen Krieg und Folter, die Entsolidarisierung von den europäischen und US-amerikanischen Kriegsanstrengungen und keine Komplizenschaft mit der Macht sein. Das sind konkrete Eckpunkte für eine radikale Mobilisierung über den Tag hinaus.
Die Interventionistische Linke (iL) hat auf ihrem Juli-Treffen beschlossen, aktiv in die NoNATO09-Kampagne einzusteigen. Eine iL-Projektgruppe wurde ins Leben gerufen und wir beteiligen uns am bye-bye-nato-Bündnis. Wir setzen uns für eine gemeinsame internationale Mobilisierung ein, z.B. während des Europäischen Sozialforums in Malmö im September 2008. Wir wollen eine spektrenübergreifende Zusammenarbeit in der Vorbereitung, mit Aktionskonferenzen, lokalen und regionalen Aktivitäten im Vorfeld, und einer "Choreografie des Widerstandes" für die Aktionstage in Strasbourg und Kehl herzustellen.
An dieser Stelle wollen wir auf den Aufruf von Libertad! für die NoNATO09-Kampagne hinweisen: http://www.info.libertad.de/de/story/2008/07/kein-friede-mit-der-nato-od...
> Einladung zum NoNATO09-Arbeitstreffen 07.09.08
Attac - Bye-bye-Nato-Bündnis - Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen - Interventionistische Linke - Kasseler Friedensratschlag - Kooperation für den Frieden
Einladung zum
Arbeitstreffen “60 Jahre NATO 2009“
07. September 2008, Frankfurt/M., Gewerkschaftshaus
Wilhelm-Leuschner Straße 69-77 (fünf Minuten vom Hauptbahnhof)
Liebe Friedensfreundinnen und –freunde
liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren.
Das Militärbündnis dieser Welt wird 60.
Im Frühjahr 2009 will die Nato in Straßburg und Kehl ihren 60. Geburtstag feiern. Für die internationale Friedens- und Antikriegsbewegung sowie andere soziale Bewegungen ist das eine zentrale Herausforderung. Verbindet sich doch mit der Politik, der Strategie und dem Handeln der NATO so gut wie alles, was von uns abgelehnt und bekämpft wird: Krieg und Militarismus, Interventionen, Verschleuderung von Ressourcen und Sozialabbau, eine aggressive Ideologie der Feindbilder und massive Einschränkungen von Freiheitsrechten.
Wir möchten Sie/Euch einladen, gemeinsam mit uns zu beraten, wie wir uns dieser zentralen Herausforderung stellen und was die Inhalte und die Aktionen einer Kampagne aus Anlass dieses 60. Geburtstages sein können und sollen.
Mit der gemeinsamen Organisation eines breiten und spektrenübergreifenden Protestes verbinden wir die Hoffnung auf einen den Notwendigkeiten angepassten Widerstand. Darüber hinaus sehen wir aber auch die Chance, über die gemeinsame Arbeit Trennendes zwischen uns zu überwinden oder mindestens nicht in den Vordergrund zu stellen.
Vielleicht können wir so zur Stärkung fortschrittlicher und emanzipatorischer Kräfte für die anstehenden gesellschaftlichen Auseinandersetzungen beitragen.
Da eine Reihe von Netzwerken und/oder Einzelgruppen bereits – oft unabhängig voneinander – an dem Thema arbeiten, ist es dringend an der Zeit zu überlegen, was wir in Deutschland machen wollen, wie wir dieses miteinander verbinden können und wie dieses auch in den internationalen Kontext eingebracht werden kann.
Um möglichst alle schon entwickelten Überlegungen, Planungen und Ideen in eine spektrenübergreifende Vorbereitung einfließen zu lassen und berücksichtigen zu können, unsere Verständigung darüber aber sicher auch Zeit und Raum benötigt, wird die Zeit langsam knapp! Vielfalt und Kreativität sind auch hier – wie in Heiligendamm 2008 – unsere Stärken.
Ziel dieses Treffen könnte es - kurz zusammengefasst - sein, sich
-- über Inhalte -- Strategie(n) -- Aktionen und inhaltliche Veranstaltungen zu verständigen
Neben den vielen anderen wichtigen Terminen die in den nächsten Wochen und Monaten anstehen, und wo der Protest im nächsten Jahr bereits Thema sein wird, möchten wir Sie/Euch zu einer gemeinsamen Diskussion von Vorstellungen, Vorschlägen und Ideen sowie zum Treffen erster grundsätzlicher Verabredungen zum Gipfelprotest einladen.
Für dieses erste Arbeitstreffen am 07. September in Frankfurt/Main, stellen wir uns folgende Tagesordnung vor:
Tagesordnung
11:00-12:00 Uhr – Einlass und Kaffee
12:00 Uhr – Beginn
Input zu“60 Jahr Nato sind genug – Gedanken zur NATO-Kampagne 09“:: Gründe zur Ablehnung der NATO. Warum ist die Kampagne NATO 09 wichtig? Was für Aktionen wollen wir. Mit welchen Vorstellungen gehen wir in die gemeinsame Mobilisierung? Inputs durch - Bundesausschuss Friedensratschlag - bye-bye-NATO-Bündnis - Attac - Interventionistische Linke - Kooperation für den Frieden
13:15 Uhr – Einführung in die AG’s
13:30 Uhr – Arbeitsgruppen:
AG I: Ein gemeinsames Bündnis schaffen!:: Vertrauen - Zusammenarbeit - Verabredungen: Wie sollen die gemeinsame Arbeitsstruktur und die Koordination aussehen?
AG II: Solidarisches Auftreten im Protest:: Eckpunkte unserer Kampagne - gemeinsame Ausgangspunkte: Was könnten die Inhalte für einen gemeinsamen Aufruf sein?
AG III: Mobilisierung und Fahrplan:: Aktionskonferenzen - Vorbereitende Aktivitäten: Was müssen wir auf dem Weg nach Straßburg und Kehl tun?
AG IV: Choreografie des Widerstandes:: Stand der Planungen und Vorbereitungen – Aktionsideen und Aktionselemente: Wie wollen wir unseren Protest zum Ausdruck bringen?
AG V: Internationales:: Internationale Kooperation und Mobilisierung: Wie erreichen wir eine große internationale Beteiligung? Wie bereiten wir gemeinsam internationale Aktivitäten vor. In der Diskussion ist u.a. ein geplanter inhaltlicher Alternativer Gipfel“
15:00 Uhr – Pause
15:30 Uhr – Abschlussdiskussion, u.a. mit Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen / Verabredungen / Bildung eines Koordinierungsausschuss
Ende gegen 17:00 Uhr
Wir würden uns freuen, wenn auch Sie/Ihr an dem Treffen teilnehmen könnten/könntet und verbleiben mit besten Grüßen
Attac - Bye-bye-Nato-Bündnis - Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen - Interventionistische Linke - Kasseler Friedensratschlag -Kooperation für den Frieden
P.S.: Für eine kurze Nachricht über Ihre/Eure Teilnahme unter nato2009 (at)dfg-vk.de wären wir dankbar.
> Reader „Dazwischen gehen!
Texte zur Offenen Arbeitskonferenz der Interventionistischen Linken“
Zur Arbeitskonferenz hatten wir eine Sammlung von Texten zusammen, die Teile unserer Diskussionen und Überlegungen widergeben oder die wir für die Diskussion wichtig halten. Von ihm sind noch Exemplare da. Wer nicht in Marburg war, kann diesen Reader (64 Seiten, 3,50 Euro incl. Porto) bei uns bestellen: einfach eine Mail an anmeldung (at) interventionistische-linke.de.
Die Texte des Reader stehen aber auch online zur Verfügung:
http://www.dazwischengehen.org/de/projekt/materialien-zur-arbeitskonferenz
> Spenden
Natürlich braucht die interventionistische Linke auch einiges an Barem. Deshalb natürlich die Bitte eifrig zu spenden:
Spendenkonto: 8020068500, GLS-Gemeinschaftsbank (BLZ: 43060967), Zweck: IL-Spende
oder auch mit diesem Formular: http://www.dazwischengehen.org/de/content/webform/spenden-f-r-die-il
> iL-Newsletter und Mailingliste
Mit dem "iL-Newsletter" informieren wir Interessierte über Vorhaben, Aktivitäten und Entwicklungen unseres Projektes.
In unregelmäßigen Abständen erscheint dieser elektronische Rundbrief. Alle Interessierten können sich selber ein- und natürlich auch wieder austragen.Natürlich auch anderen empfehlen, sich auf unseren Newsletter einzutragen. Folgt einfach diesem Link: http://www.dazwischengehen.org/de/site/il-newsletter
Wer mehr Anbindung an die iL wünscht, möge die Mailingliste linke_intervention(at)lists.so36.net abonnieren. Einfach per mail an linke_intervention-owner(at)lists.so36.net.
Na dann, bis bald
siehe auch:
- Die NoNato-Aktionstage haben angefangen
- iL Newsletter 02/09: Abschlusserklärung des Antikapitalistischer Ratschlages, 25. 01.09 in Frankfurt/Main: Die K-Frage stellen
- iL Newsletter 01/09: iL-Zeitung erscheint zum Antikapitalistischer Ratschlag
- iL Newsletter 07/08: Die Interventionistische Linke zum Jahreswechsel 2008/2009 - Krise & Krieg & Nazis -
- iL Newsletter 06/08: Die Interventionistische Linke stellt die K-Frage






