Debatte über das »kommunistische Danach«

Interventionistische Linke lädt zu einem Antikapitalistischen Ratschlag nach Frankfurt/Main

Zu einer Konferenz unter dem Titel »Die K-Frage stellen« lädt das Netzwerk Interventionistische Linke (IL) für diesen Sonntag nach Frankfurt/Main. Die Veranstalter erwarten Aktivisten aus Antifagruppen, von ATTAC und der Partei Die Linke sowie aus Gewerkschaften. »Es geht darum, radikale Alternativen der Überwindung von Krise und System konkret zu diskutieren«, erläuterte Tim Laumeyer von der Antifaschistischen Linken Berlin (ALB) gegenüber jW. Das »K« stehe dabei sowohl für die aktuelle Krise des Wirtschafts- und Finanzsektors als auch für die Schlagwörter Klima, Krieg sowie für das »kommunistische Danach«, so Laumeyer weiter. Die Auswirkungen und Folgen der gegenwärtigen Situation seien offen. Es gehe darum, wie stark die finanziellen Verluste sozialisiert und die teilweise weiter sprudelnden Gewinne privatisiert würden. Wie schnell es in diesem Zusammenhang zu revolteähnlichen Protesten kommen kann, zeige ein Blick nach Island.

Die IL möchte genau dies beim Ratschlag debattieren, anstatt bei der Analyse der Ursachen stehenzubleiben. In verschiedenen Workshops soll darüber hinaus der Zusammenhang zu anderen Themen wie der imperialistischen Kriegspolitik hergestellt werden. Der Kongreß dient auch zur Koordination erster Aktionen im Frühjahr. So sind unter dem Motto »Wir zahlen nicht für eure Krise« für den 28. März Demonstrationen in Frankfurt/Main und Berlin geplant.
Antikapitalistischer Ratschlag, Sonntag, 25. Januar, 10 Uhr, Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77, Frankfurt am Main, www.dazwischengehen.org

Von Florian Osuch

Junge Welt, 24.01.2009 / Inland / Seite 4
http://www.jungewelt.de/2009/01-24/056.php

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