28.März: Wir zahlen nicht für eure Krise

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Gemeinsam mit anderen Gruppen ruft die Interventionistische Linke (iL) zu antikapitalistischen / antimilitaristischen Blöcken auf den Demonstrationen in Berlin und Frankfurt/Main auf. Der iL geht es auch mit diesen Demonstrationen darum globalen sozialen Widerstand gegen ein Abwälzen der Krisenfolgen zu setzen - und auf dem Weg nach Strasbourg (Natogipfel 2009) den Zusammenhang von Krieg, Krise und Kapitalismus zu thematisieren.
SAMSTAG | 28. MÄRZ 2009 | 12 UHR
BERLIN | ROTES RATHAUS - FRANKFURT/MAIN | HAUPTBAHNHOF (Kaiser-/Elbestr.)
http://www.kapitalismuskrise.org - http://www.28maerz.de
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Aufruf: WIR ZAHLEN NICHT FÜR EURE KRISE! EINE WELT ZU GEWINNEN — JENSEITS VON KRISE, KRIEG UND KAPITALISMUS
Krisendemo: Transparentaktion in Berlin, brennender Panzer und Rede in Frankfurt


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Im Dunkel des gelebten Augenblicks

Irgendwie ein ungutes Gefühl? Der Crash der Finanzmärkte, Kurzarbeit bei VW und Massenentlassungen in den USA kündigen eine neue Weltwirtschaftskrise an. Merke ich es eigentlich, wenn ich an einem Wendepunkt der Geschichte lebe? Werde ich später gefragt, was hast du in der Zeit 2009ff. getan?“

Jahrelang haben die neoliberalen VorbeterInnen aus Wirtschaftsverbänden und den christlich grünsozialliberalen Parteien das Märchen genährt, der Markt würde schon alles regeln: Wenn alle an einem Strang ziehen, Broker und Bankrotteure, Lobbyisten und Lohnarbeitende, Kapitalbesitzer und Schiffbrüchige, wird es schon besser werden. Das Glücksversprechen des Kapitalismus kann jedoch nur von wenigen erreicht werden. In den Jobcentern und den Lagern für Flüchtlinge werden jene diszipliniert und verwaltet, für die dieses Glücksversprechen nur noch blanker Hohn ist.

Längst ist klar, dass die Krise kein Betriebsunfall unfähiger ManagerInnen ist, sondern tief in die Strukturen des Kapitalismus eingelassen ist. Diese Fundamente der kapitalistischen Weltwirtschaft sind morsch, wer kommt, sie einzureißen?

Die Krise kann zu Vereinzelung, Konkurrenz und verschärfter rassistischer und antisemitischer Mobilisierung führen. Jedoch besteht auch die Chance die kapitalistische Panzerung und die so tief in uns gepflanzten Verhaltensweisen der Konkurrenz und Spaltung aufzubrechen. Jetzt, wo sich der Kapitalismus in unverkennbarer Weise in seiner ganzen Absurdität und Brutalität zeigt, besteht auch die Möglichkeit wieder weiter zu denken, Konzepte für einen kommunistisches Danach vorzulegen und diskutierbar zu machen.

Die Demo am 28. März ist der Auftakt einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung um die Kosten der Krise und die Perspektiven von Veränderung. Organisierung wird dabei eine Schlüsselfrage sein. Nur wenn es gelingt, die Atomisierung zu überwinden, sich solidarisch aufeinander zu beziehen und über gemeinsame Interessen zu verständigen, kann die Krise auch eine Chance bedeuten. Gehen wir in die kommenden Auseinandersetzungen mit militantem Optimismus, Kreativität, Entschlossenheit.
Beim Bildungsstreik, den Maidemos, bei Betriebskämpfen und gegen Sozialabbau.

Avanti- Projekt undogmatische Linke (www.avanti-projekt.de)


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