Linke Zeitung
Erholung oder Zusammenbruch? Wetten Sie auf Zusammenbruch.
Das Finanzsystem der
Vereinigten Staaten von Amerika, das Finanzsystem Europas - wie die Polizei
dienen sie nicht länger einem nützlichen sozialen Zweck.
In den USA hat sich die
Polizei als größere Bedrohung der öffentlichen Sicherheit erwiesen als die
Kriminellen des privaten Sektors. Gerade googelte ich „police brutality
(polizeiliche Brutalität), was 183.000.000 Treffer ergab. (Hier zwei vor kurzem
erfolgte brutale Übergriffe der Polizei auf unglückselige Menschen, einer davon
tödlich: http://latimesblogs.latimes.com/lanow/2012/05/kelly-thomas-video-dad-they-are-killing-me-.html (http://latimesblogs.latimes.com/lanow/2012/05/kelly-thomas-video-dad-they-are-killing-me-.html) und http://www.informationclearinghouse.info/article31364.htm (http://www.informationclearinghouse.info/article31364.htm))
Die Kosten des privaten
Finanzsystems für die Gesellschaft sind noch höher. In CounterPunch (18. Mai)
berichtet Rob Urie, dass Andrew Haldane, geschäftsführender Direktor für
finanzielle Stabilität bei der Bank of England (das Gegenstück im Vereinigten
Königreich zur Federal Reserve) vor zwei Jahren sagte, dass die jetzt vier
Jahre alte Finanzkrise letztendlich die Weltwirtschaft zwischen $60 Billionen
und $200 Billionen an verlorenem Bruttoinlandsprodukt kosten wird. Wenn Uries
Bericht stimmt, dann ist das ein erstaunliches Zugeständnis von einem Mitglied
der herrschenden Elite.
Versuchen wir, diese
Zahlen zu erfassen. Das Bruttoinlandsprodukt der USA, das größte der Welt,
beträgt ungefähr 15 Billionen Dollar. Was Haldane uns sagt, ist dass die
Finanzkrise die Welt verlorenes reales Einkommen zwischen dem 4- und 13-fachen
der Größe des derzeitigen Bruttoinlandsprodukts der USA kosten wird. Und das
könnte noch eine optimistische Prognose sein.
Am Ende könnte die Finanzkrise die westliche
Zivilisation zerstören.
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Neukölln Lärm gegen steigende Mieten
Am 20. Mai 2012, fand auf dem Tempelhofer Feld eine Feier
zur 2-jährigen „freien Nutzung des ehemaligen Flughafengeländes statt.
Stadt und Politiker loben sich für die Erschaffung einer
„beeindruckenden Freifläche , die zum Spaß, Spiel und Erholung genutzt
wird.
Was die zahlreichen Besucher eher nicht wussten: Das Feld wird in
den nächsten Jahren einer „behutsamen Umgestaltung in eine
Parklandschaft unterzogen, mit Luxuswohnblocks bebaut und als
Ausstellungsgelände genutzt. Das heißt im Klartext: Das Gelände wird
nicht mehr frei nutzbar sein, die ohnehin rasant steigenden Mieten im
angrenzenden Schillerkiez werden in die Höhe schießen und Sanierungen
und Zwangsumzüge werden auf die Tagesordnung rücken. Denn:
Luxuswohnungen gehören in einen Luxusbezirk. Jetzt schon stehen viele
Häuser im Schillerkiez leer und warten auf einen lukrativen Verkauf,
während Familien, die seit Jahren im Kiez wohnen, wegziehen müssen, weil
sie die Miete nicht mehr bezahlen können.
Dagegen haben gestern Mittag etwa 400 Menschen lautstark protestiert -
mit Kochtöpfen, Trommeln und Parolen wie „Was macht den Vermietern
Dampf? Klassenkampf! und „Hohe Miete, Zwangsumzug - davon haben wir
genug! wurde auf die Mietensituation aufmerksam gemacht. Die Lärmdemo
startete am Herrfurthplatz und zog an der Weisestraße zur Hermannstraße
entlang. Zum Schluss erreichte der Zug das Tempelhofer Feld und die
zahlreichen Anwohner, die das Feld zum Grillen, Spielen, das schöne
Wetter Genießen nutzten. Dort schallte der Lärm der Demo vermutlich auch
bis zur 2-Jahre-Feld-Fete der mächtigen Damen und Herren, die dem in
den nächsten paar Jahren ein Ende setzen wollen.
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Kommentar: eutsches Regime will nach 2014 Stationierung deutscher Besatzungstruppen in Afghanistan
Die Katze ist aus dem Sack. Der staatliche deutsche Propagandafunk meldet heute hochoffiziell (http://www.webcitation.org/67q0alhMU):
Die Bundeswehr wird nach 2014 am Hindukusch stationiert
bleiben, dann mit einem neuen UN-Mandat. ... Nach 2014 werden nach ersten
Schätzungen aus Diplomatenkreisen wohl 1000 Soldaten in Afghanistan
bleiben, um afghanische Soldaten auszubilden und zu beraten. ...
Bundesverteidigungs-minister Thomas de Maizière ... kündigte an, dass der
Bundestag im kommenden Jahr ein neues Mandat für den Bundeswehr-Einsatz
in Afghanistan von 2015 an beschließen müsse. Der weitere Einsatz in
Afghanistan solle auf der Grundlage eines rechtlich eindeutigen Mandats
der Vereinten Nationen unter Führung der NATO laufen, so de Maizière.
Sie haben immer noch nicht genug vom
Krieg, süchtig nach Krieg wie ein Junkie nach dem Stoff, um dessen
sicheren Nachschub es beim Krieg gegen Afghanistan geht. Für das, was
das deutsche Regime da ankündigt, hat sich eine Werbeagentur mal einen
griffigen Slogan ausgedacht: Aus Raider wird jetzt Twix, sonst ändert
sich nix!
All das Gerede vom Abzug der deutsche Terrortruppen bis 2014 war also
nichts als Sand in die Augen der Bevölkerung. Da US-Warlord Barack
Obama sich entschieden hat, den strategischen Vorposten weltweiten
US-Terrorismus nicht freiwillig zu räumen, sind ihm seine deutschen
Lakaien auch in der Endphase des jahrzehntelangen Krieges gegen
Afghanistan treu wie deutsche Schäferhunde zu Diensten.
Das deutsche Regime ignoriert in seiner Nibelungentreue zum US-Empire
des Schreckens, dass die regionalen Großmächte Iran und Pakistan den
Abzug der Besatzer wollen, die so sehr Fremdkörper sind, dass sie nicht
einmal die Landessprache sprechen.
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Das Deutsch-Afghanische Abkommen
Unmittelbar vor dem am 20./21. Mai 2012 in Chicago stattfindenden
NATO-Gipfel trafen sich in Berlin am 16. Mai 2012 der afghanische
Präsident Hamid Karsai und die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur
Unterzeichnung eines Vertrags über die zukünftigen bilateralen
Beziehungen beider Staaten.
Das Dokument mit der Bezeichnung »Abkommen
zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung
der Islamischen Republik Afghanistan über die bilaterale Zusammenarbeit«
regelt, neben eher unbestimmten Vereinbarungen auf wirtschaftlichem und
entwicklungspolitischem Gebiet, hauptsächlich die „Zusammenarbeit im
Bereich der Sicherheit (Artikel 2).[1] Hierauf wird in einem kurzen
Überblick eingegangen.
„Militärische Ausbildungshilfe „bilaterale Jahresprogramme
Die Ausarbeitung des Abkommens hatten Merkel und Karsai auf der
Internationalen Afghanistan-Konferenz in Bonn am 5. Dezember 2011
vereinbart. Deutschland sichert darin der afghanischen Regierung im
militärischen Bereich „Ausbildungshilfe und „bilaterale
Jahresprogramme zu. Unter „militärische Ausbildungshilfe werde die
„Ausbildung von Mitgliedern der afghanischen Streitkräfte in
Einrichtungen der Bundeswehr in der Bundesrepublik Deutschland
verstanden; „Bilaterale Jahresprogramme würden auf dem „Prinzip der
Gegenseitigkeit beruhen und könnten neben „offiziellen Besuchen
hochrangiger Vertreter auch „Arbeits- und Informationsbesuche sowie
„bilaterale Fach- und Expertengespräche vorsehen (Artikel 2 Absatz 1).
Diese Formulierungen bieten zunächst einmal wenig Aufschluss über eine
etwaige Anwesenheit von Bundeswehr-Einheiten in Afghanistan auch nach
dem offiziellen Abzugstermin im Jahr 2014, die seit längerem Gegenstand
heftiger Spekulationen ist.
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Schaffen wir ein, zwei, drei viele Griechenländer!
Rede anlässlich der großen antikapitalistischen Demonstration am 19. Mai 2012 in Frankfurt
Liebe GenossInnen,
Ich komme aus Griechenland, einem zerstörten, einem verzweifelten Land, einem Land in Ruinen, das trotzdem aufrecht bleibt.
Aus diesem Griechenland, das Widerstand leistet und seinen
Peinigern, nämlich der Troika und dem IWF, der Brüsseler Kommission,
eurer Merkel, eurem Schäuble, den Barrosos, Sarkozys und den Bankern mit
einem großartigen Nein geantwortet hat. Also denen, die uns regieren
und uns eine unmenschliche und barbarische Politik aufzwingen. Ihrer
Politik, die bereits zu Unterernährung der Kinder und zu Hunger in den
griechischen Großstädten geführt hat. Und das alles wo? Nicht etwa
irgendwo in der dritten Welt, sondern hier, mitten im reichen Europa.
Und wann? In einer Zeit, in der die Menschheit so viel Reichtum
produziert wie nie zuvor!...
Liebe GenossInnen,
Die Wahlergebnisse vom 6. Mai lassen nicht den geringsten Zweifel:
Die überwältigende Mehrheit der griechischen Bürgerinnen und Bürger
lehnt die Sparpolitik ab. Das ist ein echtes politisches Erdbeben! Das
Land, das ausgewählt wurde, als Laboratorium der Sparpolitik zu dienen,
befindet sich in offener Revolte gegen jene, die es aushungern und
demütigen. Gegen jene, die Krankenhäuser und Schulen schließen, die
dieses schöne Land zerstören und für nichts verkaufen.
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Die Inflation ist in den USA und 25 Staaten schon über 10%
Der Niedergang des Kapitalismus nimmt schon bedrohliche Formen an und dennoch lassen sich die Lohnabhängigen in Deutschland seit 2001 immer wieder zu Reallohnkürzungen tricksen, mit dem Versprechen, dass es bald wieder aufwärts ginge.
So lügen die Herrschenden besonders der USA, von Großbritannien und zunehmend auch in Deutschland bei den Statistiken sich das Blaue vom Himmel herunter. In Deutschland sind es besonders die Arbeitslosenstatistik, die Statatschulden (index.php?option=com_content task=view id=13072 Itemid=272) und das Bruttoinlandsprodukt. Entsprechend lügen alle Regierungen bei der Inflation, besonders in US-Amerika.
In den Vereinigten Staaten wurden seit John. F. Kennedy systematisch die Statistiken gefälscht. Viele Präsidenten haben sich von der Administration einen neuen Trick ausdenken lassen, die die Preissteigerungsrate schöngefärbt zeigen.
Nixon entnahm die Nahrungsmittel und den Treibstoff aus dem Warenkorb und kreierte damit die „Kerninflation , also er entnahm gerade die beiden größten Inflationstreiber.
„1996 hat Bill Clinton die Ergebnisse der Boskin Kommission (http://en.wikipedia.org/wiki/Boskin_Commission) (siehe auch (http://www.investor-verlag.de/rohstoffe/die-boskin-kommission-und-modifikationen-am-cpi-/111030462/)) umgesetzt, welche uns die Inflation mittels dreier Kuriositäten messen lässt: Substitution, Gewichtung und „Hedonik ... Jedes Mal also wenn der Preis, sagen wir mal von Lachs zu heftig - also überproportional steigt, wird Lachs aus dem Warenkorb entfernt und mit etwas Billigerem ersetzt, z.B. mit Hot Dogs. schreibt Chris Martenson (http://www.chrismartenson.com/crashcourse/deutsch/kapitel-16-unscharfe-zahlen), sein Video dort ist sehr empfehlenswert.
Das letzte war die Substitution. Die Nahrungsmittelpreise sind von 87 nach 88 um 4,1% gestiegen. „Gemäß dem Landwirtschaftsamt jedoch, das nicht so vorgeht, sondern nach wie vor den gleichen mit 30 Gütern bestückten Warenkorb von einem Jahr zum anderen misst, stiegen die Nahrungsmittelpreise im gleichen Zeitraum um 11.3% Das ist fast das Dreifache, wir werden nach Strich und Faden belogen, hiermit ist der Statistikbetrug eindeutig bewiesen.
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Was will Syriza?
Die
Koalition der Radikalen Linken (Syriza) fällt in der griechischen
Politik derzeit eine Schlüsselrolle zu. Sie wurde bei der Wahl vom 6.
Mai mit 17 Prozent der Stimmen zweitstärkste Kraft. Die anschließenden
Regierungserhandlungen scheiterten an ihrer Weigerung, sich auf eine
Koalition mit den bisherigen Regierungsparteien Nea Dimokratia (ND) und
PASOK einzulassen.
Bei der Neuwahl, die deshalb am 17. Juni
stattfindet, sehen Umfragen Syriza deutlich auf dem ersten Platz. Da die
stärkste Partei aufgrund des griechischen Wahlrechts 50 zusätzliche
Sitze bekommt, wäre die Bildung einer Regierung ohne Syriza dann kaum
mehr möglich. Ihr Vorsitzender, der 38-jährige Alexis Tsipras, könnte
Regierungschef werden.
Der Wahlerfolg Syrizas beruht auf ihrer
Ablehnung der Sparmaßnahmen, die das Land in eine tiefe Rezession
getrieben und seine Einwohner in Arbeitslosigkeit und Armut gestürzt
haben. Die Partei verlangt, dass die Renten- und Lohnkürzungen, der
Verkauf von Staatseigentum und die mit der EU und dem IWF vereinbarte
Rückzahlung der griechischen Staatsschulden vorläufig gestoppt und neu
verhandelt werden.
Die Syriza-Abgeordnete Despoina Charalambidou erklärte Spiegel Online:
„Die Vereinbarungen mit der Troika müssen sofort gelöst werden. Der
Rettungsplan verdammt das griechische Volk zu Armut, Arbeitslosigkeit
und treibt die Menschen zur Auswanderung. Die Schulden wurden nicht von
den einfachen Arbeitern gemacht, darum sollten sie auch nicht von ihnen
bezahlt werden.“
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"Die US-Militäraktion gegen den Iran ist vorbereitet," sagt der US-Botschafter in Israel
Nach Aussage des US-Botschafters in Israel sind die
Pläne der USA für eine Militäraktion gegen den Iran bereits fertig.
Diese Aussage, die Botschafter Daniel Shapiro auf einer
Klausurtagung in Tel Aviv machte, wurde in
einer Nachrichtensendung des Channel 2 verbreitet
Auf einer Klausurtagung in Tel Aviv teilte Daniel Shapiro,
der US-Botschafter in Israel, mit, die USA hätten ihre Planungen für einen
Militärschlag gegen den Iran ab geschlossen; seine Äußerung gelangte am
Mittwoch über eine israelischen TV-Sendung in die Öffentlichkeit.
Wir würden es vorziehen das (Problem) auf diplomatischen Wege
oder durch (wirtschaftli -
chen)
Druck statt mit militärischer Gewalt zu lösen,
sagte Shapiro am Dienstag, wie am Mitt-
woch
bekannt wurde. Das bedeutet aber nicht,
dass
die (militärische) Option nicht verfügbar
oder
vorbereitet wäre. Die dazu notwendige Planung
ist abgeschlossen, und alle Vorbereitun-
gen sind
getroffen.
Nach einem Bericht
des israelischen TV-Senders Channel 2 hat (Botschafter) Shapiro auf einer in Tel Aviv
stattfindenden Klausurtagung der Israel BarAssociation (einer israelischen
Anwaltsvereinigung, Infos dazu s. http://www.israelbar.org.il/english_inner.asp?pgId=103336 catId=372 (http://www.israelbar.org.il/english_inner.asp?pgId=103336 catId=372)
) eine Rede gehalten, und ein Journalist hat
seine Äußerungen mitgeschnitten. In dem Fernsehbericht wurde auch festgestellt,
dass die Äußerungen des Botschafters
offensichtlich nicht in die Öffentlichkeit dringen sollten.
Die Shapiro-Aussage wurde einen Tag nach einem Bericht in
Israel TV verbreitet, aus dem hervorging, dass die israelische Luftwaffe / IAF bald
an einem gemeinsamen Luftmanöver in den USA teilnehmen wird. Die IAF hat seit
mehreren Jahren nicht mehr in den USA trainiert.
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Neues vom deutschen Imperialismus (14)
Karlspreis: Schäuble entwirft deutsches Europa -
Präsidialsystem als Ziel, Karl d. Gr. als Vorbild - Protektorat Griechenland -
Bundestags-Rüstungslobbyist im O-Ton
Die Frage, ob Griechenland
den Euro-Raum verlassen und wie es dort nach den Neuwahlen weitergehen wird,
steht - was die europäische Politik anlangt - derzeit im Fokus der
Öffentlichkeit. Auch die wieder akuter gewordene spanische Staatsschuldenkrise
oder auch die kräftigen Blockupy-Aktionen werden natürlich viel beachtet. Dabei
sollten andere Aspekte des deutschen Hegemoniestrebens in Europa aber nicht
untergehen. So ist der eigentliche Kern der Rede Wolfgang Schäubles anlässlich der Entgegennahme des Karlspreises am
17. Mai kaum bemerkt worden: Dort entwirft er die Zukunft der EU; und trotz der
ausdrücklichen Beruhigung, sein Ziel sei kein europäischer „Superstaat , und
Entscheidungen sollten auf der unterst möglichen Ebene gefällt werden, sieht
dieses Gebilde einem Staat sehr ähnlich. Er soll sich um die entschlossensten
und mächtigsten Staaten der EU gruppieren (die Rede findet sich auf den Seiten
des BMdFinanzen).
Politische Union um einen „festen Kern
Schäuble
zeichnet mit schnellen Strichen den nächsten Schritt der europäischen Integration,
d.h. einer noch weitergehenden Vertiefung und Verbindlichkeit in der
Zusammenarbeit der EU-Staaten. Man müsse, so schäublet es, „jetzt eine
politische Union Europas schaffen , dafür brauche es (immerhin) mehr
„demokratische Legitimation , mehr „Effizienz und eine Reform der
„europäischen Institutionen . Aus der Erkenntnis, dass jedes einzelne
europäische Land „zu klein sei, „um angesichts globaler Entwicklungen für sich
allein eine hinreichende Rolle zu spielen , folge, dass „wir Europäer gemeinsam
auftreten müssten: „Also eine echte gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik,
gemeinsame Vertretung in internationalen Organisationen und eben deutliche
Fortschritte bei den Entwicklungen eines wirklich gemeinsamen Wirtschaftsraumes.
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Die Angst nimmt zu
Während
sich die G-8-Führer an diesem Wochenende treffen, ziehen angesichts der
Verschlimmerung der Eurokrise bedrohliche Wolken einer Weltfinanzkrise
über ihren Köpfen auf.
Jeder Tag bringt den Bankrott
Griechenlands und seinen Ausschluss aus der Eurozone ein Stück näher.
Beides hätte unabsehbare Folgen für das europäische und das weltweite
Finanzsystem und führt dazu, dass die Angst um das Überleben der
Bankensysteme in einigen Ländern zunimmt.
Das Ausmaß der Krise
zeigt sich darin, dass dreieinhalb Jahre, nachdem der Zusammenbruch der
Investmentbank Lehman Brothers die Weltwirtschaft an den Rand einer
Katastrophe brachte, nun ein ganzes Land vor dem Bankrott steht. Erneut
gerät das globale Finanzsystem ins Wanken und das trotz der Injektion
von Milliarden von Dollar an Rettungspaketen und der Einspeisung einer
Unmenge billiger Kredite seit 2008.
Die Aktienmärkte gaben in den
vergangenen Tagen weltweit nach. Die Rating-Agentur Moodys stufte 16
spanische Banken herab, wobei die drei größten Kreditinstitute gleich um
drei Stufen heruntergesetzt wurden. Der Entscheidung war in der
vergangenen Woche die Herabstufung von 26 italienischen Banken
vorausgegangen. Moodys sagte, es habe seine letzte Entscheidung auf
Grund der Verschlechterung der Lage der spanischen Wirtschaft und wegen
der nachlassenden Kreditwürdigkeit der Regierung getroffen.
Die
zunehmende Krisenstimmung in Spanien zeigte sich auch in einer
Regierungserklärung, in der es hieß, es bestehe keine Gefahr eines Runs
auf den Bankia-Konzern. Bankia wurde vergangene Woche praktisch
verstaatlicht, als die spanische Regierung ihre Beteiligung an dem
Konzern in Eigenkapital umwandelte, um sich selbst zu schützen. Bankia
war 2010 durch die Zusammenlegung von sieben Banken mit einem hohen
Anteil „toxischer“ Papiere entstanden. Der Hintergrund war der
Zusammenbruch des Immobilienmarktes nach 2008.
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Googles PageRank: Diagramm des kognitiven Kapitalismus und Rentier des gemeinsamen Wissens
Matteo
Pasquinelli untersucht, wie Google aus individuellen Handlungen und
general intellect Mehrwert abschöpft und in Netzwerkswert und Reichtum
verwandelt. Er beschreibt diesen Vorgang anhand des Begriffs der
kognitiven Pacht .
Der innerste Kern von [Google] ist der PageRank-Algorithmus, den
Brin und Page während ihrer Studienzeit in Stanford in den
1990er-Jahren schrieben. Sie erkannten, dass jedes Verlinken zu einer
anderen Seite Ausdruck eines Urteils ist. Die Person, die den Link
setzt, sagt damit, dass sie die andere Seite für wichtig hält. Sie
erkannten auch, dass jeder Link im Web ein klein wenig menschliche
Intelligenz enthält, und dass alle Links zusammen eine riesige Menge
Intelligenz enthalten - weit mehr, als der Verstand eines einzigen
Menschen auch nur annähernd besitzen könnte. Die Google-Suchmaschine
durchforstet diese Intelligenz Link für Link und nutzt sie, um die
Wichtigkeit aller Seiten im Web zu bestimmen. Je mehr Links auf eine
Seite verweisen, desto höher ist ihr Wert. Wie John Markoff erklärt,
beutet [Googles Software] das menschliche Wissen und Entscheidungen
über das, was wichtig ist, systematisch aus . Jedes Mal, wenn wir einen
Link setzen oder auch nur einen bestehenden anklicken, füttern wir das
Google-System mit unserer Intelligenz. Wir machen die Maschine ein
wenig klüger - und Brin, Page und die Google-Aktionäre ein wenig
reicher.
Nicholas Carr, The Big Switch (1)
Die Umkehr des Panoptikons: Google als maschinischer Parasit des gemeinsamen Intellekts (oder: die Produktion von Wert)
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Die marxistische Analyse des Faschismus
Der
historische Beitrag der Strömungen der Kommunistischen Linken
Zu Beginn
des 20. Jahrhunderts sind die meisten Kampfinstrumente, die die Arbeiterklasse
in den Jahrzehnten zuvor entwickelt hatte, nutzlos geworden. Schlimmer noch,
sie werden gegen die Arbeiterklasse eingesetzt und werden zu Waffen des
Kapitals. Das ist zum Beispiel bei den Gewerkschaften, den großen
Massenparteien, der Beteiligung an den Parlamentswahlen und der Verwendung des
bürgerlichen Parlaments der Fall. Der Hintergrund ist, dass der Kapitalismus in
eine völlig neue Entwicklungsstufe eingetreten ist: die seines Niedergangs. Der
Erste Weltkrieg läutete diesen Bruch zwischen den beiden Phasen des
Kapitalismus ein: Die neue Epoche ist
geboren! Die Epoche der Auflösung des Kapitalismus, seiner inneren Zersetzung.
Die Epoche der kommunistischen Revolution des Proletariats (Richtlinien
der Kommunistischen Internationale, 1. Kongress der Komintern, 6. März 1919) proklamierte
die Kommunistische Internationale 1919.
Die
Linken, welche aus der niedergehenden Kommunistischen Internationale
hervorgegangen sind, und das Problem der Dekadenz des Kapitalismus
„Dieser
Lebensabschnitt des Kapitalismus zeichnet
sich durch die Absorbierung der Gesellschaft durch den Staat aus. So hat die
Legislative, die ursprünglich die gesellschaftlichen Interessen vertreten
hatte, jegliches Gewicht zu Gunsten der Exekutive verloren, die nunmehr die
Spitze der staatlichen Hierarchie
verkörpert. In dieser Periode verschmilzt die Politik mit der Ökonomie zu einem
Ganzen, da der Staat die Hauptrolle in
der nationalen Wirtschaft und ihre tatsächliche Führung übernommen hat. Ob dies
durch die schrittweise Integration wie in der Marktwirtschaft westlicher Ausrichtung, oder durch eine
plötzliche Umwälzung wie in der verstaatlichten
Wirtschaft geschieht, der Staat ist in
keinem Fall mehr das bloße ausführende Organ der Privatkapitalisten und Interessengruppen,
sondern der kollektive Kapitalist, dem sich alle besonderen Interessen zu beugen
haben.
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Taktik und Strategie in der Epoche des Imperialismus
Interview mit Emilio Albamonte über das Seminar „Die
Konzeption der Strategie im Marxismus von Leo Trotzki in Buenos Aires
Vom 18. bis 21. Februar wurde im Hauptsaal des unter
ArbeiterInnenkontrolle stehenden Hotels Bauen in Buenos Aires unter der
Leitung von Emilio Albamonte das Seminar „Die Konzeption der Strategie
im Marxismus von Leo Trotzki veranstaltet, an dem mehr als 200 Kader
der PTS (Partei Sozialistischer ArbeiterInnen, argentinische Sektion der
Trotzkistischen Fraktion - Vierte Internationale, FT-CI) aus ganz
Argentinien und Delegationen der PTR (Partei Revolutionärer
ArbeiterInnen) aus Chile und der LER-QI (Liga Revolutionäre Strategie)
aus Brasilien teilnahmen. Die Grundlagenliteratur für die Diskussion
bildete das Buch von Trotzki mit dem Titel „Die Dritte Internationale
nach Lenin von 1928, sowie „Die Lehren des Oktobers und „Die ‘Dritte
Periode' der Irrtümer der Kommunistischen Internationale . Wir haben
Emilio Albamonte, ein führendes Mitglied der PTS und der FT-CI, über die
wichtigsten Debatten, die diese vier Tage des Seminars durchzogen
haben, befragt.
Das Seminar begann mit der Frage darüber, was
der Marxismus überhaupt ist. Könntest du uns kurz erzählen, worin
dieser Punkt bestand?
Wir gingen von einer analytischen Definition des
Marxismus auf der Grundlage von vier Komponenten aus. Erstens ist der
Marxismus eine „Weltanschauung , dessen allgemeineres Fundament die
materialistische Dialektik ist. Das heißt, die Dialektik, die Marx aus
seiner idealistischen Gefangenschaft befreit und in Richtung der Welt
der Materie gedreht hat, mit der weder Gott, noch der Weltgeist, noch
irgendein Halbgott der Geschichte etwas zu tun hat. Innerhalb dieser
marxistischen Weltanschauung ist der historische Materialismus die
Anwendung der materialistischen Dialektik auf die menschliche
Gesellschaft und ihre Entwicklung.
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Human-Kapital: II. Teil
II. Globale Einkommensdifferenzen: Dort, wo sie zählen
Der Unterschied zwischen dem Output pro Arbeitskraft - man kann auch
mit vertrauterem Klang sagen: des BIP pro Kopf - zwischen den USA und
den schlecht entwickelten Ländern ist riesig. Er macht z. B. zu
Äthiopien das 132fache aus, wenn man in Wechselkursen (Äthiopien 2010: $
361), und immer noch das 48fache, wenn man zu KKP rechnet (Äthiopien:
1.003; USA: $ 47.700 sowohl für Wechselkurse als auch für KKP, da sie
das „switch-Land sind). Aber weder die Kapitalausstattung noch der
Unterschied in der Bildung - die für die USA notorisch überschätzt wird -
„erklärt rechnerisch mehr als einen kleinen Teil dieses Unterschieds.
Rund 80 % bleibt „unerklärt .
Nun könnte man die einzelnen Komponenten näher ansehen. Die
Kapitalausstattung zeigt riesige Unterschiede. Der Kapitalkoeffizient
K/Y wurde z. B. für Äthiopien auf 0,5 geschätzt, für Ägypten auf 0,4,
für Österreich dagegen auf 3,0 1 (http://www.antiimperialista.org/de/node/7352#footnote1_hsof6po)
(die österreichische Statistik hat dagegen wenige Jahre später den
Kapitalkoeffizienten mit 3,7 berechnet). Diese Schätzung beruht auf
globalen Preisen / Werten. Würde man sie (z. B. mit einem I-O-Modell) in
nationalen Arbeitswerten schätzen, dann würden für die Dritte Welt mit
Sicherheit wesentlich höhere Werte, etwa dasselbe wie für uns, heraus
kommen. Das ist theoretisch absolut fundamental, doch können wir die
Thematik hier nicht weiter verfolgen.
US-amerikanische Untersuchungen 2 (http://www.antiimperialista.org/de/node/7352#footnote2_73g8o6t).
kamen zum Schluss, dass die Unterschiede zwischen den Ländern im Output
pro Kopf weder durch Technikausstattung noch durch Humankapital noch
durch TFP (Total Factor Productivity; Gesamtfaktor-Produktivität)
erklärt werden können. Das ist ein überaus wichtiges Ergebnis. Aber
diese Untersuchungen erklären den Unterschied durch den Unterschied. TFP
ist eine Residualgröße, der nicht erklärbare Rest der
Produktivitäts-Unterschiede, das „Solow-Residuum .
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Washingtons tödliche Intervention in Syrien
Washington
beharrt zwar öffentlich darauf, dass es den Elementen, die versuchen,
das Regime des syrischen Präsidenten Assad zu stürzen, nur
„nichttödliche Unterstützung“ liefert, koordiniert aber in Wirklichkeit
die Waffenlieferungen in das Land und ist dabei, den tödlichen Konflikt
zu verschärfen.
Das war die Kernaussage eines Leitartikels der Washington Post vom Dienstag. Die Post
meldete, die syrischen „Rebellen“ hätten in den vergangenen Wochen
deutlich mehr und bessere Waffen erhalten. Bezahlt haben dafür laut
Aktivisten der Opposition und amerikanischen und ausländischen
Vertretern die Staaten am Persischen Golf, während die Vereinigten
Staaten die Lieferungen koordiniert haben.
Die wachsende Rolle
Washingtons bei der Bewaffnung von Elementen, die syrische
Regierungstruppen angreifen, hängt laut der Zeitung damit zusammen, dass
„eine zunehmende militärische Konfrontation für unvermeidlich gehalten
wird.“ Die US-Regierung erkennt zwar formell den Waffenstillstand und
den politischen Übergangsplan an, den der ehemalige UN-Generalsekretär
Kofi Annan ausgehandelt hat, schürt aber eine gewalttätige
Konfrontation, um den Weg zu einer direkten Militärintervention zu
ebnen.
Saudi-Arabien und Katar, die beide zu Washingtons engsten
Verbündeten in der Region gehören, haben offen dazu aufgerufen, den
Widerstand gegen Assad zu bewaffnen und haben dafür Millionen Dollar
bereit gestellt. Der Artikel in der Post deutet darauf hin,
dass die Entscheidungen darüber, wer diese Waffen erhält, in Washington
fallen. Weiter heißt es, Washington habe seine Kontakte zu den
Oppositionskräften verstärkt, um die Golfstaaten dabei zu beraten,
welche Rebellen glaubwürdig sind, und wie die Befehlsketten aufgebaut
sind.
Catégories: Independent News
G8- und Nato-Gipfel finden ohne Putin statt
Der
russische Präsident Wladimir Putin wird weder am G8-Gipfel, der vom 18.
bis zum 19. Mai in Camp David stattfindet, noch am darauffolgenden
Nato-Gipfel in Chicago teilnehmen.
Die Absage Putins für den G8-Gipfel,
der seinetwegen von Chicago nach Camp David verlegt worden war, erfolgte
nur drei Tage nach Beginn seiner dritten Amtszeit und ist ein
unmissverständliches Zeichen für die Verschlechterung der Beziehungen
zwischen Moskau und der Nato.
Als Vertretung beim G8-Gipfel
schickt Putin den nunmehrigen Premierminister Dmitrij Medwedew nach Camp
David, dem spätestens seit dem Ämtertausch mit Putin kaum noch
politische Kompetenzen zugeschrieben werden.
Während Putin den
Gipfeltreffen der Westmächte fernbleibt, nahm er am Gipfel der
Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) teil, der am
Dienstag in Moskau begann. Die OVKS umfasst Weißrussland und ehemalige
Sowjetrepubliken in Zentralasien mit Ausnahme von Aserbaidschan,
Georgien und der Ukraine.
Die USA reagierten laut einem Bericht der russischen Zeitung Kommersant
gereizt auf Putins Absage. Präsident Barack Obama kündigte inzwischen
an, nicht am APEC-Gipfel zur asiatisch-pazifischen Zusammenarbeit im
September teilzunehmen.
Im Zentrum der Konflikte zwischen
Russland und der Nato stehen das Raketenabwehrsystem in Osteuropa, das
Moskau als Bedrohung seiner Sicherheit empfindet, und die
Kriegsvorbereitungen gegen Syrien und den Iran. Nato-Generalsekretär
Anders Fogh Rasmussen hat angekündigt, beim Gipfeltreffen die erste
Phase des Raketenabwehrsystems für einsatzfähig zu erklären.
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US-Kriegsverbrecher fordern Deutschland zum Führen von Angriffskriegen auf
Pünktlich zum NATO-Gipfel (http://rickrozoff.wordpress.com/2012/05/08/chicago-the-great-nato-debate/) in Chicago kriechen führende US-Kriegsverbrecher aus ihren Löchern und fordern mehr Rüstung und mehr Krieg.
US-Kriegsverbrecher, die im der US-Führerschaft in internationalen Affären verpfichteten (http://www.sourcewatch.org/index.php?title=Atlantic_Council_of_the_United_States)
Club Atlantic Council of the United States zusammengeschlossen sind,
haben in einem rechtzeitig vor dem NATO-Gipfel in Chicago
veröffentlichten Papier Anchoring the Alliance (http://www.acus.org/publication/anchoring-alliance) von der politischen Führung Deutschlands verlangt, die Militärausgaben zu steigern.
R. Nicholas Burns (http://en.wikipedia.org/wiki/R._Nicholas_Burns),
der als George W. Bush's Unteraußenstaatssekretär für Politik für die
stretgische Planung von US-Angriffskriegen zuständig war, und Damon Wilson (http://en.wikipedia.org/wiki/Damon_Wilson),
der unter George W. Bush Personalchef des Botschaft genannten
US-Besatzungslagers in Bagdad war, verlangen in dem Papier, dass die
deutsche Bundeswehr zu einer unter US-Befehl im Rahmen der
Nord-Atlantischen Terror-Organisation NATO global gegen souveräne fremde
Staaten einsetzbaren Angriffsstreitmacht zum Durchetzen unserer
Interessen ausgebaut wird.
Als positives Beispiel für die Zukunft erwähnen die
US-Kolonialstrategen, dass die NATO 2011 einen Krieg in nur sieben
Monaten gewonnen habe und dazu nur $1,2 Mrd US ausgegeben habe, gerade
mal soviel wie eine Woche Krieg gegen Afghanistan koste. Die
US-Verbrecher behaupten zu dem verlogenen und verbrecherischen Angriffskrieg gegen Libyen (http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2011/04/04/hidden-behind-propaganda-a-giant-crime-against-libya-is-fact-part-i/) weiter, Deutschland habe einen schweren Fehler gemacht, sich nicht an dem Krieg zu beteiligen.
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Senat schenkt RWE 645 Millionen Euro
Nach Presseberichten will der Senat mehr als die bisher
berichteten 618 Mio. € für die Anteile des privaten Wasserkonzerns RWE
Aqua bezahlen. Inzwischen ist von 645 Mio. € die Rede.
Eine Klage gegen die verfassungswidrigen Konsortialverträge könnte zu
einer Rückabwicklung der Teilprivatisierung führen. Die
Rekommunalisierung wäre so fast zum Nulltarif möglich. Die laufende
Überprüfung der Skandalverträge im Sonderausschuss „Wasserverträge
findet jedoch keinen Eingang in die Verhandlungs-Strategie des Senats.
Im Gegenteil die Regierungsparteien SPD und CDU behindern die
Sonderausschussarbeit. Gleiches gilt für die Preissenkungsverfügung des
Kartellamts und die laufende EU-Beschwerde, die vom Senat nicht im
geringsten unterstützt werden. Dazu Wolfgang Rebel, Sprecher des
Berliner Wassertischs: „Jetzt muss anscheinend alles ganz schnell
gehen, bevor das Kartellamt Ernst macht oder EU und Sonderausschuss noch
weitere skandalträchtige Einzelheiten der Privatisierung ans Tageslicht
fördern. Lieber zahlt Nußbaum zu viel und bringt die Sache schnell über
die Bühne, als abzuwarten, bis die Berlinerinnen und Bürger anfangen,
diesen frechen Rekommunalisierungsbluff zu durchschauen.
Nach Ansicht des Berliner Wassertischs hat eine
Teilrekommunalisierung, wie vom Senat jetzt geplant, mit dem
Rekommunalisierungswunsch der Berliner Bevölkerung nichts zu tun. Der
Volksentscheid vom 13. Februar 2011 sollte nur der erste Schritt sein,
um nach einer Offenlegung der Verträge diese auch mit juristischen
Mitteln angreifen zu können. Der Rückkauf der RWE-Anteile würde aber am
verfassungswidrigen Geflecht der bestehenden Verträge und der
skandalösen Art der Tarifkalkulation nichts ändern. Der Wassertisch
fordert daher die Berliner Abgeordneten auf, dem aktuellen
Rückkaufvertrag nicht zuzustimmen.
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2. Juni Hamburg: Naziaufmarsch verhindern so oder so!
Aus Solidarität mit den GenossInnen in Hamburg unterstützen wir den
Aufruf des Revolutionären Bündnises * 3A gegen den Nazi-Aufmarsch am
2. Juni. Fahrt nach Hamburg - leistet Widerstand - Tod dem Faschismus!
Gleichzeitig findet in Düsseldorf ein großes Konzert der revolutionären Musikgruppe Grup Yorum (http://zk-berlin.bplaced.net/?p=996) aus Anatolien statt. Auch dieses wird sich lohnen!
Aufruf:
Für den 2. Juni 2012 planen Nazis einen Aufmarsch durch Hamburg. Vor
vier Jahren haben norddeutsche Faschisten den sogenannten „Tag der
deutschen Zukunft aus der Taufe gehoben. Seitdem finden jährlich
Aufmärsche unter diesem Motto in verschiedenen Städten der Region statt.
Der Tag scheint sich als festes Event in der Nazi-Szene etabliert zu
haben. Die Teilnehmerzahlen stiegen auf bis zu 700, längst ist der
Aufmarsch auch überregional von Bedeutung. Höchste Zeit also, diese
unsägliche Tradition und die Zukunft der rassistischen und völkischen
Hetze zu beenden. Wenn die Nazis am 2. Juni versuchen, durch Hamburg zu
laufen, werden wir uns ihnen in den Weg stellen, die Straßen blockieren
und sie angreifen, wo wir nur können. Kurz: Wir werden ihren Aufmarsch
zum Desaster machen. Wir überlassen den Faschisten keinen Meter!
Der „Tag der deutschen Zukunft fand 2009 erstmalig in Pinneberg
statt. Das Spektrum des Aufmarsches besteht überwiegend aus sogenannten
„Autonomen Nationalisten , aber auch der Schulterschluss mit der NPD
wurde im Vorfeld öffentlich zelebriert. Die Hamburger Nazi-Szene
verspricht sich durch eine rechte Großveranstaltung in der Stadt eine
stärkende und stabilisierende Wirkung für ihre regionalen Strukturen.
NPD und Kameradschaften befinden sich in Hamburg, nicht erst seit dem
Tod Jürgen Riegers, in einer relativ bedeutungslosen Situation. Umso
höher ist der Erfolgsdruck für den „Tag der deutschen Zukunft , an dem
sich die lokalen Faschisten der Unterstützung von Nazis aus dem Umland,
die besser organisiert und handlungsfähiger sind, sicher sein können.
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Chinesische Marktreformen beschleunigen sich nach Bo Xilais Absetzung
Die
Führung der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) beschleunigt das Tempo
ihrer wirtschaftsfreundlichen Marktreformen, nachdem Bo Xilai, der
Parteisekretär von Chongqing abgesetzt wurde.
Bo galt als möglicher
Kandidat für die oberste Führungsschicht der KPCh, des Ständigen
Ausschusses des Politbüros, wurde jedoch im März seines Postens enthoben
und wegen Mord- und Korruptionsverdacht verhaftet.
Die Affäre
enthüllte tiefe Spaltungen innerhalb der herrschenden Elite Chinas. Bos
„Chonqing-Modell“ der wirtschaftlichen Entwicklung – begrenzte
Sozialausgaben und die Bevorzugung staatlicher Unternehmen durch die
Regierung – galt einigen Teilen der Elite als Alternative zu den offen
pro-privatwirtschaftsorientierten Maßnahmen, die Präsident Hu Jintao und
Premier Wen Jiabao ergreifen. Mit Bos Absetzung wird das
„Chonqing-Modell“ schnell zu Grabe getragen.
Bos Nachfolger als
Parteisekretär von Chongqing, Zhang Deijang, fordert die
Provinzregierung auf, von „den Erfahrungen der östlichen Küstenprovinz
Zhejiang“ zu lernen, in der unter Führung von Xi Jinping, der heute
Vizepräsident Chinas ist, Privatunternehmen gefördert wurden. Mehrere
private Konglomerate, darunter der größte chinesische Autobauer Geely
Holding, sind in Zhejiang unter Xi, der von 2002 bis 2007 Gouverneur der
Provinz war, aufgestiegen. Auch Zhang war von 1998 bis 2002 Parteichef
in Zhejiang.
Die neue Parteiführung von Chongqing traf sich
angeblich im April mit lokalen Wirtschaftsführern und geht jetzt auf
Investoren aus Hongkong zu, darunter Cheung Kong (Holdings) und
Hutchinson Whampoa – diese Konglomerate gehören dem reichsten Mann
Asiens, Li Ka-shing.
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