Aktion & Bewegung
Block Nato! Protest und Widerstand in Strasbourg
Der Protest und Widerstand gegen die NATO wurde in Strasbourg sichtbar. Trotz eines ungeheuren militärischen und polizeilichen Ausnahmezustands beiderseits des Rheins gelang es zehntausenden Menschen ihre Ablehnung des Kriegsbündnisses zu manifestieren. Auch wenn das weithin sichtbare Fanal dieser Ablehnung die brennenden Gebäude am Pont de'l Europe waren, begann alles in den frühen Morgenstunden: Hunderten gelang in die Stadt zu kommen und im Norden und Süden des Hochsicherheitszone um den NATO-Tagungsort Zufahrtstraßen zu blockieren. Unter Beschuss von Tränengas, Gummigeschossen und Blend-Schock-Granaten setzte sich Block Nato! über das Demonstrations- und Versammlungsverbot hinweg und schuf über Stunden eine Präsenz des Anti-Nato-Protestes in der Stadt. (Strasbourg - nördliche Blockade, NATO-ZU: Eine erfolgreiche gewaltfreie Blockade in Straßburg inmitten von Gewalt, Ungehorsam im CS-Nebel Ein Blick auf BLOCK NATO und die Proteste in Strasbourg)
In stundenlangen Anstrengungen gegen massivste Polizeigewalt gelang es weiteren Block Nato!-Fingern die südlichen Absperrungen bis an die Brücken der L'Ill zu überwinden und zu durchdringen und sogar in kleinen Gruppen noch in die Stadt zu kommen. Es gelang nicht, effektive Massenblockaden der Zufahrtswege zum Nato-Gipfel zu realisieren. Die Direktive von Sarkozy und der Nato, sicherzustellen, dass kein Protest in der Stadt sichtbar werden darf, konnte allerdings ausgehebelt werden.
"BlockNato ruft zur Teilnahme an der internationalen Demo auf. Unsere Blockaden waren ein hart errungener und international medial wahrgenommener Protest". (Eine der letzten Messages über den Block Nato!-SMS-Ticker gegen Mittag)
Die französische Polizei sperrte den für die Aktivist/innen des Antikapitalististischen Blocks aus Richtung Anti-Nato-Camp und für die aus Frankreich kommenden Demonstrant/innen zugesagten freien Zugang am Pont Vaubon zum Kundgebungsort der internationalen Großdemonstration. Angesichts dieser Provokation und nach dem stundenlangen Tränengas-Beschuss wurden die Block Nato!-Aktivitäten im Süden der Stadt eingestellt. Was immer die französische Polizeiführung geritten haben mag, es war klar, dass diese Verweigerung des Zugangs zur Demonstration nicht akzeptiert werden wird. In einem heftigen Kampf konnte die Brücke am Pont Vaubon zum Kundgebungsort geöffnet werden. Es gelang allerdings nicht, diese Brücke dann für die anschließende Demonstration in die Stadt offen zu halten.
Unbedingt mitnehmen
Mitbringen:
- Gute Laune
- Gültigen Personalausweis
- Kleingeld zum Telefonieren / Telefonkarte
- Regenschutz, wetterfeste Kleidung und feste Schuhe
- Warme Sachen & Wechselkleidung
- Thermodecken / Isomatten
- Wasser
- Heißgetränke (Thermoskanne)
- Verpflegung für den Tag, Energiespendende Nahrung
- Notizzettel und Stift (evtl. für ein Gedächtnisprotokoll)
Karten: Strasbourg, Baden-Baden und die Zonen
Hier ein wenig Kartenmaterial, das helfen soll sich zurechtzufinden:
Karten mit Raster - z.B. bei Hinweisen an den EA, Infotelefonen, für die Kommuniskation untereinander:
blockade_strasbourg.pdf (981.18 KB)
und hier die Karte der Infopoints: http://linksunten.indymedia.org/de/node/1831
WIR ZAHLEN NICHT FÜR EURE KRISE! EINE WELT ZU GEWINNEN — JENSEITS VON KRISE, KRIEG UND KAPITALISMUS
Gemeinsam mit anderen Gruppen ruft die Interventionistische Linke (iL) zu antikapitalistischen/antimilitaristischen Blöcken auf den Demonstrationen in Berlin und Frankfurt/Main auf. Der iL geht es auch mit diesen Demonstrationen darum globalen sozialen Widerstand gegen ein Abwälzen der Krisenfolgen zu setzen - und auf dem Weg nach Strasbourg (Natogipfel 2009) den Zusammenhang von Krieg, Krise und Kapitalismus zu thematisieren.
SAMSTAG | 28. MÄRZ 2009 | 12 UHR
BERLIN | ROTES RATHAUS
FRANKFURT/MAIN | HAUPTBAHNHOF
28.März: Wir zahlen nicht für eure Krise - http://www.kapitalismuskrise.org - http://www.28maerz.de
Dresden: Eskalation und Falschmeldungen: Die Befürchtungen werden wahr.
Die Demonstrationen und Kundgebungen sind vorbei. 12000 Menschen demonstrierten in friedlicher Absicht gegen den Naziaufmarsch mit 6000 TeilnehmerInnen. 4000 Menschen folgten dem Aufruf von No pasarán. Die Demonstration wurde von der Polizei auf der Wilsdruffer Straße gewaltsam und grundlos angegriffen. Die AnmelderInnen sahen keine andere Möglichkeit mehr als die Demo aufzulösen. Die geplante Vereinigung mit der Kundgebung vom Bündnis Geh Denken auf dem Theaterplatz wurde von der Polizei brutal verhindert. Der Neonaziaufmarsch konnte nicht verhindert werden.






