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"Kein Frieden mit eurem Krieg"
Anfang Dezember brachten 4.500 Menschen in Bonn ihre Haltung zum Krieg in Afghanistan zum Ausdruck: Auf einer Demonstration machten die Teilnehmenden klar, dass sie zehn Jahre nach Beginn des Afghanistankrieges auch weiterhin konsequent gegen Krieg und Besatzung auftreten.
Anlass war die Afghanistankonferenz, zu der sich am 5.12.2012 Delegationen von 90 Ländern trafen, um über die Fortführung des Afghanistan-Einsatzes zu beraten. Während offiziell von Truppenabzug und einem Ende des Krieges die Rede war, stand schon vor der Konferenz fest, dass auch über 2014 hinaus NATO-Soldat_innen in Afghanistan stationiert sein werden. Die auf der Konferenz präsentierten Erfolgsmeldungen hinsichtlich einer angeblich fortschreitenden Demokratisierung und Stabilisierung in Afghanistan entpuppen sich in der Realität als schlichte Propagandalügen. Zwischen NATO, afghanischer Regierung, regionalen Warlords und Taliban eskalierten die Konflikte seit 2007 vielmehr erneut. Die Folgen sind immer mehr Opfer unter der Zivilbevölkerung.
Mobilisierungsaktion in Frankfurt
Im Zuge einer Mobilisierung für den internationalistischen Block auf der Demonstration gegen die zweite Petersburger Afghanistan-Konferenz in Bonn am 03.11.11 fanden am Abend des 18.11.11 in Frankfurt/Main zwei Aktionen statt.
Die Schlacht von Maspiro
Wir kommen gerade von einem touristischen Besuch in der koptischen Altstadt von Kairo, als Naguib anruft: „Die Demo ist gigantisch“. Die christlichen Kopten haben sich in Shubra versammelt, nördlich des Zentrums. Also ziehe ich sofort mit meinem griechischen Genossen Yanis in Richtung Maspiro , die große Fernsehstation vom Kairo, direkt neben dem „Ramses Hilton Hotel“, wo die Demo enden soll.
Zum ersten Mal versammelten sich die Kopten Anfang März hier in Maspiro , als die religiösen Zusammenstöße begannen und die ersten Kirchen brannten. Hier entstand auch die Gruppe „Die Jugend von Maspiro “, die seither viele Aktionen und Demonstrationen organisiert hat. Dabei hielten sich traditionell die Kopten in Ägypten aus der Politik weitesgehend heraus, und lebten relativ isoliert in ihren Gemeinden unter sich. Doch an diesem Tag ist alles anders, und nach diesem Tag wird nichts mehr für sie so sein, wie es war.
Radikaler Internationalismus
Am vergangenen Freitag (17. Juni) ist unser Freund und Genosse Moe Hierlmeier in Nürnberg gestorben! Bereits Anfang Juni musste er wegen Herzbeschwerden ins Krankenhaus, es hieß, er sei haarscharf an einem Herzinfarkt vorbei geschrammt. Nach einer Besserung kam er wieder nach Hause, am Freitag hat er nun einen Herzinfarkt nicht überlebt!
Mit Moe Hierlmeier verlieren wir einen lieben Freund und Genossen, der von Beginn an dem Projekt der Interventionistischen Linken (iL) mitgewirkt hat.
Wir sind erschüttert und fassungslos. Eine Sprache versuchen Genossinnen und Genossen aus der Bundeskoordination Internationalismus (BUKO), der Interventionistischen Linken (IL) und den Redaktionen analyse & kritik und Fantômas im folgenden Nachruf zu finden.
Kill-mission: Mord und Totschlag
Am 02. Mai 2011 sass das führende Personal der USA im Bunker unter dem Weißen Haus, um per Video live dabei zu sein, wie ein vom US-Präsident nach Pakistan entsandtes Spezialkommando sich des Ousama Bin Ladens entledigte. Erfolgreich, d.h. tot und spurlos im Meer versenkt, wie die USA freudig der Welt mitteilten. Diese Freude teilte auch die deutsche Kanzelerin Merkel.
Das geschaffene weltweite System der institutionalisierten Rechtlosigkeit für die ausgemachten Feinde der westlich-demokratisch-kapitalistischen Lebensart mit seinen geheimen Foltergefängnissen und Lagern, den gezielten Hinrichtungen per Drohnen oder Special Commands traf jetzt die Führungsgestalt der islamistisch-fundamentalistischen Bedrohung. Ein Schicksal, was Bin Laden mit inzwischen Hunderten teilt. Die Berühmtheit Bin Ladens, die bekundete Freude am Töten, die Geilheit live dabei zu sein und mit am Drücker zu sitzen, macht diesen Vorgang spektakulär. Tatsächlich ist das aber längst normal, Alltagsrealität in einer Welt, in der sich die Zentren kapitalistischer Produktion und Lebensart im nichtendenen Krieg zur Verteidigung ebendieser Produktion und Lebensart befinden.
Das Institut für Theologie und Politik in Münster, eine Mitgliedsgruppe der Interventionsitischen Linken (iL) veröffentlichte folgenden Text .
Verfassungsfeind trifft Verfassungsfreund
(aus express Nr. 3-4/2001)
Das befohlene Stehen auf dem Boden der Freiheitlich-demokratischen Grundordnung muss uns nicht daran hindern, ab und an Proben zu nehmen und die Beschaffenheit des Bodens genau zu analysieren. Entsprechende Bohrungen fanden auf Einladung des Kritischen Kollektivs (IL), der Gruppe »diskursiv«, der Jenny Marx Gesellschaft und der AFP e.V. am 30. Oktober 2010 an der Uni Mainz statt.
Wir dokumentieren die Befunde:
Gut 60 Jahre nach Inkrafttreten des Grundgesetzes und 25 Jahre nach dem Tod des einflussreichen Marburger Linkssozialisten Wolfgang Abendroth machte sich das Symposium: »Verteidigen, kritisieren, überwinden? Das Grundgesetz auf dem Prüfstand« des Kritischen Kollektivs (IL) zur Aufgabe, die kritische Auseinandersetzung mit den Grundzügen des bürgerlichen Rechtsstaates wieder aufzunehmen.
Eine Frage der Gesinnung
Die Ablehnung des sächsischen Demokratiepreises durch das Alternative Kultur- und Bildungszentrum e.V. (AKuBiZ) aus Pirna hat in jüngster Vergangenheit hohe Wellen geschlagen. Es folgten etliche Solidaritätsbekundungen.
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