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"Ist nach dem Schottern eigentlich vor dem Schottern?"

Eine offene Strategie-Konferenz der Interventionistischen Linken (IL)

Der Castor-Transport 2010 in Zahlen: 5. bis 9. November, 92 Stunden von La Hague bis Gorleben. Ca. 25 Mio. Euro Kosten. Knapp 20.000 Einsatzkräften der Polizei – oft am Rande ihre Belastungsgrenze. 50.000 Menschen auf der Auftaktkundgebung in Dannenberg, weit über 10.000 bei den unterschiedlichen Blockade-Aktionen und gut 4.000 Aktivist_innen beim Schottern.

Streitfrage: Schottern – ein geeignetes Mittel für Atomkraftgegner?

Eine Diskussion in "Neues Deutschland"

Anfang dieses Monats demonstrierten Atomkraftgegner gegen den Castor-Transport vom französischen La Hague ins niedersächsische Zwischenlager Gorleben. Der Protest wird von der Bewegung als ein großer Erfolg bewertet: Erst nach 92 Stunden Fahrt erreichte der Atommüllkonvoi sein Ziel. Tausende Aktivisten sorgten mit Schienenblockaden dafür, dass der Transport gestoppt wurde und für Stunden nicht weiterfahren konnte. Die Kampagne »Castor? Schottern!« rief dazu auf, aus dem Gleisbett Steine zu entfernen. Das sogenannte Schottern, an dem sich mehrere tausend Atomkraft-Gegner beteiligten, sollte den Giftmüll-Konvoi aufhalten. Das gelang nicht. Ist das Schottern dennoch eine geeignete Protestform der Anti-AKW-Bewegung?

Castor Move

Foto-Slideshow

Positives Resümee von „Castor? Schottern!“ trotz 1000 Verletzter durch Polizeigewalt

Pressemitteilung Nr. 23 vom 8. November 2010

Durch entschlossenes Handeln kamen mehrere tausend Menschen der Kampagne „Castor? Schottern!“ am Samstag an die Schienen und unterhöhlten an mehreren Stellen das Gleisbett. Voller Tatendrang und Ausdauer gelang es ihnen immer wieder das geplante Konzept erfolgreich umzusetzen. Entsprechend gut war die Stimmung unter den Schotterer und Schotterinnen bis in die Abendstunden.

Solidarität mit „Castor? Schottern!“ / Widerstand gegen Atomkraft ist legitim

Solidaritätserklärung von attac, Grüne Jugend, Solid, Jusos u.a.

Auch wenn sie nicht zum Schottern aufrufen, wollen sie doch ihre "Symphatie" bekunden. Zu diesem Zwecke veröffentlichten heute verschiedene Organisationen und Personen eine Solidaritätserklärung mit der Kampagne „Castor Schottern“. Folgende Gruppen und Einzelpersonen haben bisher unterzeichnet: Attac Deutschland, GRÜNE JUGEND, ausgestrahlt, Jusos in der SPD, PowerShift, Robin Wood, Linksjugend Solid, Die Linke.SDS, Urgewald, WEED, Attac Jugendnetzwerk Noya, Astrid Rothe-Beinlich (Bundesvorstand Bündnis 90/Die Grünen), Jochen Stay, Dr. Hermann E. Ott (MdB B90/Grüne), Sven-Christian Kindler (MdB Bündnis 90/Die Grünen), Stefan Ziller (MdA Berlin), Ursula Schönberger (Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD), Dora Heyenn (Fraktionsvorsitzende DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft). In der Erklärung heisst es u.a.: "Wir haben Verständnis für diese Aktionsform als ein Stoppschild für eine Politik, die Mensch und Umwelt hinten anstellt und verurteilen jeden Versuch einer Kriminalisierung derjenigen, die sich in dieser Form engagiert der Atomkraft entgegenstellen." Hier das ganze Statement:

Camps im Wendland


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Castor Schottern Video No.1

Atomausstieg ist Handarbeit. Wichtige Dinge kann mensch keiner Regierung überlassen!

Castor Schottern No.1 from Castor Schottern on Vimeo.

"Gemeinsam mit hunderten, tausenden Menschen die Castor-Schiene im Wendland unbefahrbar machen!"
Atomausstieg ist Handarbeit. Wichtige Dinge kann mensch keiner Regierung überlassen!
castor-schottern.net

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