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„Wir sind alle Çapulcu! Wir sind alle Marodeure! Taksim ist überall!

Aufruf der Interventionistischen Linken (iL)

taksim10.pngWir schreiben diese Zeilen am Tag des Versuchs der türkischen Polizei, den Taksim-Platz und den Gezipark zu räumen. Nach 14 Stunden harter Kämpfe zunächst zum Rückzug gezwungen, griff die Polizei am Abend erneut, diesmal noch brutaler an, wortwörtlich dem Ministerpräsidenten Erdogan folgend, der zuvor das „Ende der Toleranz“ für die „Marodeure“ des Taksim-Platzes erklärt hatte: „Wir werden Provokateure und Terroristen verfolgen – niemand wird davon kommen“. Im Augenblick ist nicht klar, welchen Verlauf diese Nacht nehmen wird. Doch wird die Auseinandersetzung nicht nur in Istanbul, sondern auch in vielen anderen Städten der Türkei fortgesetzt, auch in den nächsten Tagen und Nächten.

Wir rufen dazu auf, den Widerstand auch auf die Plätze deutscher Städte zu tragen. Ein breites Bündnis deutscher, türkischer und kurdischer Linker plant schon zum kommenden Samstag (15. Juni) Demonstrationen vermutlich in Hannover, Düsseldorf, Mannheim und Berlin, für die darauf folgende Woche wird eine zentrale Kundgebung in Köln vorbereitet. Wir werden dabei sein.

Lasst uns nicht mehr stehen bleiben, bis wir diese Welt verändert haben!

Der Redebeitrag des antikapitalistischen Blocks auf der Blockupy Auftaktkundgebung von Ums Ganze... und der interventionistischen Linken

idegug.pngMarina Sommer: Schön, dass ihr alle da seid!

Carla Winter: Genauer: Schön, dass ihr alle schon wieder da seid. Und immer noch da seid! Wir haben ja schon in den letzten Tagen gemeinsam und massenhaft deutlich gemacht, dass wir nicht einverstanden sind mit Deutschlands Politik. Wir haben es nicht nur symbolisch, sondern ganz praktisch deutlich gemacht. Deswegen haben wir gezeltet. Deswegen haben wir mit 1000en die EZB blockiert. Und deswegen haben wir zentrale Akteure des europäischen Krisenregimes markiert: auf der Zeil, im Bankenviertel, im Flughafen.

Marina Sommer: Dabei haben wir uns nicht aufhalten lassen. Das Verhalten der Bullen gestern hat deutlich gezeigt, Demokratie ist nicht Sache des Staates - Alles muss mensch selber machen! Aber die letzten zwei Tage haben auch gezeigt: zusammen können wir das. Wir können den Normalbetrieb des europäischen Krisenregimes unterbrechen. Wir können der Elendsverwaltung und Verarmungspolitik Steine in den Weg legen. Wir können Räume öffnen, um über wirkliche Alternativen zu den Zwängen des Kapitalismus zu sprechen.

Carla Winter: Und diese gemeinsamen Räume haben wir nicht hier alleine erkämpft, sondern uns bundesweit und international vernetzt.

Pressesprecher der Castor-Schottern-Kampagne vor Gericht

Interventionistische Linke: „Wir halten an ungehorsamen Massenaktionen fest“

Presseerklärung zum Prozess gegen Mischa Aschmoneit

Mischa Aschmoneit, Pressesprecher der Kampagne „Castor? Schottern!“, steht am 21. Mai in Lüneburg vor Gericht. Dem Aktivisten der Interventionistischen Linken wird „öffentlicher Aufruf zu Straftaten“ vorgeworfen, weil er die Aktion des massenhaften Schienenunterhöhlens praktisch und politisch erläutert hat.

Interveniert, denn es geht ums Ganze! Acht Argumente für eine radikale Linke bei Blockupy

Eine Mitteilung der Interventionistischen Linken & des ...ums Ganze! ­— Bündnisses

idegug.pngiL: BLOCKUPY – weil wir uns gegen eine Krisenpolitik wehren müssen, die unsere Lebensbedingungen verschlechtert und unsere Selbstbestimmung angreift.

Die Krise ist weder abstrakt, noch ist sie weit weg von uns. Sie zeigt sich nicht nur in der sozialen Katastrophe in Griechenland oder in der Massenarbeitslosigkeit in Spanien. Sie begegnet uns nicht nur in den innereuropäischen Armutsflüchtlingen, die noch in einem 400-Euro-Job in der BRD mehr Perspektive sehen als in ihren Herkunftsländern, in denen vielfach Migrant_innen aus nicht-EU-Ländern schuften und um ihren kargen Lohn betrogen werden.

Auch wenn die Krise im Süden noch viel verheerendere Auswirkungen hat. Kapitalistische Krise, das heißt auch hierzulande für viele bereits Armutslöhne, von denen kaum jemand existieren kann, heißt Verschuldung und Verdrängung. Kapitalistische Krise heißt, dass die Mieten und Energiekosten schneller steigen als sehr viele Einkommen. Und kapitalistische Krise heißt Steigerung von Angst und Druck, Verunsicherung des Lebens, Stress, Burn-out usw. Kapitalistische Krise bedeutet Krieg nach innen und Krieg nach außen.

Das Warten ist vorbei. In Bewegung bleiben. Blockupy 2013.

Eine Mitteilung aus der Interventionistischen Linken.

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Von weiter her nach Frankfurt zu kommen und dort mehrere Tage zu bleiben, ist keine Kaffeefahrt. Rheumadecken haben wir nicht im Angebot. Wir wissen: Widerstand gegen die kapitalistische Krise ist ein soziales Verhältnis, dessen Ort der Alltag ist, überall. Trotzdem kann es sich lohnen, die tägliche Auseinandersetzung exemplarisch zu verdichten und die politische Zuspitzung selbst zu setzen.

Wir kommen wieder. Blockupy 2012 war nur der erste Höhepunkt einer politischen Intervention weit über den Moment hinaus. Das wahnwitzige Sicherheitsszenario des Staates hat bewiesen, was die Macht tun wird, sobald wir ins Schwarze zielen - und treffen. Bürger_innenrechte? Demonstrationsfreiheit? Formelle Demokratie? Umstandslos außer Kraft gesetzt, auf Anweisung des politischen Personals. Schon deshalb machen wir Frankfurt in diesem Frühjahr ein zweites Mal zu einem Knotenpunkt des Kampfes gegen die deutsch-europäische Troika. Wenn wir dabei auch die offenbaren Schwächen und Mängel unseres ersten Anlaufs beheben wollen, zielt das nicht nur auf technisch-taktische Verbesserungen dessen, was wir und viele andere vor einem Jahr mit dem internationalen Aktionstag M31 und den Maifestspielen des Blockupy-Ungehorsams versucht haben. Vom 31. Mai bis zum 2. Juni 2013 werden wir uns vielmehr über die kommenden Möglichkeiten verständigen und zusammen erproben, wie das alltägliche Krisenkommando der Vereinzelung und Einschüchterung auf Dauer zu unterbrechen ist. Es geht uns deshalb nicht um die Etablierung eines Rituals, sondern um die neuerliche Öffnung des politischen Raums für eine radikale gesellschaftliche Linke. Einer Linken, die sich in direkter Aktion einübt in den langen transnationalen Kampf um die europäischen Krise.

Abkehr von Europa und neuer Nationalismus - Extrem Rechte Mobilisierung in Polen und Ungarn

26.03.2013 - 19:30
Veranstaltungsart: 
Podiumsdiskussion
Stadt: 
Berlin
Veranstaltungsort: 
Festsaalkreuzberg, Skalitzer Straße 130

va_polen_x3_Seite_1.pngAls 2010 nach den Parlamentswahlen in Ungarn der rechtsnationale und völkische „Fidesz“ mit einer Zweidrittelmehrheit die Regierung stellte und zusätzlich die neofaschistische „Jobbik“ („Bewegung für ein besseres Ungarn“) mit 17% als drittstärkste Kraft ins Parlament einzog, schauten viele Menschen in Europa entsetzt nach Mittelosteuropa. Auch wenn in den deutschen Medien immer wieder Berichte über den autoritären Regierungsstil des Fidesz und vor allem die antisemitische und antiziganistische Hetze von „Jobbik“ erscheinen, bleiben die Hintergründe der politischen Entwicklung überwiegend im Dunkeln. Mit einem janusköpfigen Auftreten gelingt es der ungarischen Regierung immer wieder die politischen Eliten in Europa zu besänftigen und gleichzeitig nach Innen einen völkischen Nationalismus zu etablieren, in dessen Fahrwasser auch „Jobbik“ seine Position festigen kann.

Austerität - zurück zum Absender!

Dezentraler Aktionstag in Europa (13. März)

Vom 14.-15. März treffen sich die europäischen Staatschef_innen beim EU-Frühlingsgipfel in Brüssel. Bei diesem Treffen werden weitere jener berüchtigten Austeritätspakete, autoritäre Maßnahmen und Verarmungspolitiken beschlossen, die bereits seit Jahren die Leben von Millionen Menschen in der EU und darüber hinaus zerstört haben.

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