AktivistInnen wollen mit der Aktion "Reclaim Power" am 16. Dezember die Klimakonferenz zur Klimavollversammlung "Peoples Assembly" machen.
Kurz vor Beginn des UN-Klimagipfels trafen sich am Wochenende AktivistInnen des Netzwerks Climate Justice Action in Kopenhagen. Seit anderthalb Jahren plant das Netzwerk, zusammen mit Organisationen und Bewegungen aus der ganzen Welt, am 16. Dezember die Klimakonferenz zum Stillstand zu bringen.
Kapitalismus heißt Krise. Aber eben nicht nur Wirtschaftskrise, sondern auch ökologische Krise und Klimakrise – weltweit. Während es endlich gesellschaftlicher Konsens scheint, dass die aktuelle Klimakrise menschengemacht ist, wird unterschlagen, dass ihr Ort nicht der schmelzende Gletscher ist, sondern die kapitalistische Warenproduktion.
Die gegenwärtigen Wachstumsraten sind und waren nur durch den Einsatz fossiler Energie zu erzielen. Kein Wunder also, dass die Industriestaaten die Hauptverantwortlichen für die Treibhausgasemissionen sind. Der Klimawandel ist dabei beileibe kein rein ökologisches Problem. Er verstärkt die bestehenden Ungleichheiten des globalen Kapitalismus, er potenziert die negativen Folgen von (neo)kolonialer Ausbeutung, kriegerischen Auseinandersetzungen, patriarchaler Arbeitsteilung und Ressourcenplünderung.
Vom 7.-18.12.2009 findet in Kopenhagen die 15. Vertragsstaatenkonferenz der UN-Klimarahmenkonvention statt (COP 15). Ziel ist es, ein Nachfolgeabkommen für das 1997 verabschiedete und 2005 in Kraft getretene Kyoto-Protokoll zu beschließen.
"I grew from Babylon soil, born to consume and destroy./
I know that cash is king, I breath cocaine, bleed oil./
Made to rise above all, success' my ultimate goal./
I'm a do what it takes, and bring you down if a fall./
Handle my business with war, attack the poor, while praising the lord./
Raised to be raw, but act polite - for the show./
Let the cameras roll, I got no doubts or regrets./
Live off thousands of deaths, keep no promises - only threats/
We don´t need a weatherman to know which way the wind blows. . .
Anfang Dezember treffen sich in Kopenhagen Unterhändler, Minister, Staats- und Regierungschefs, um im Rahmen der 15. Vertragsstaatenkonferenz der UN-Klimarahmenkonvention (COP 15) ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll auszuhandeln. Dort soll entschieden werden über das „Wie weiter?“. Dabei werden sie versuchen mit dem Hinweis auf Dringlichkeit ein „Weiter so“ mit grünem Anstrich durchzudrücken. Es geht bei diesem Treffen nicht nur um die Diskussion über irgendwelche „Klimaziele“, vielmehr wird hier der Grundstein für den gesamten Umbau des kapitalistischen Wirtschaftssystems gelegt. Dabei werden die Interessen der Mehrheit mit Füßen getreten. Deshalb gilt es ihr Treffen zu belagern, zu stürmen, es öffentlich zu delegitimieren.