Castor? Schottern! - Die Zeitung erschienen

Atomausstieg bleibt Handarbeit

Zeitung_Castor_Schottern_frontpage.pngDieser Tage ist die erste Ausgabe der Mobilisierungszeitung "Castor? Schottern!" des gleichnamigen Bündnisses erschienen. Die Unterzeile "Atomausstieg bleibt Handarbeit" verkündet gleichzeitig das Motto der Kampagne. Die in einer Auflage von 30.000 Stück erschiedende vierseitige Ausgabe enthält u.a. Artikel zur Geschichte des Widerstands gegen Castor ("Vom Protest zum Widerstand") und zur Polizeitaktik ("So wenig Besatzung wie möglich?"), beschäftigt sich mit der herrschenden Energiepolitik (
"Energiekonzerne enteignen!", "Kohle oder Atom?!"), erläutert das Blockadekonzept ("Heiligendamm, Köln, Dresden – Wendland!, Varianten eines Konzepts") und gibt "Tipps zum Schottern".
Die Zeitung gibt's bei den lokalen Schottern-Gruppen - und will massiv verteilt werden. Les- und druckbar auch auf der homepage des Schottern-Bündnisses: http://www.castor-schottern.net .

Aus der Zeitung veröffentlichen wir den Artikel der Frontseite.

Wer zur Finanzierung der Zeitung und des Bündnisses beitragen will, spende bitte auf dieses Spendenkonto:
Castor Schottern
Kontonr. 1 120 074 500
Blz: 430 609 67 GlS Gemeinschaftsbank

den Castor stoppen!
Im November 2010 ins Wendland:

Wir Wenden uns an die Men- schen, die schon seit vielen Jahren im Widerstand gegen Castortransporte aktiv sind; natürlich auch an die vie- len neuen, die in den letzten Jahren ihr nein! zur Atomenergie auf die straße getragen haben; an diejeni- gen, die massenhaft gegen den sozi- alraub der regierung protestierten; an die Zehntausende, die bundesweit etliche naziaufmärsche entschlossen stoppten; an die Leute in dörfern, in kleineren und größeren städten, die nicht bereit sind, angesichts der herrschenden Atom-Politik die Hän- de in den schoß zu legen:
Gemeinsam mit euch und hunderten, tausenden von Men- schen wollen wir während des Castortransportes mit der großen Aktion „Castor? Schottern!“, steine aus dem Gleisbett räumen und da- mit die Castorschiene im Wendland unbefahrbar machen.

Genug ist Genug – Gemeinsam kommen wir zum Zug

So als wäre nichts gewesen, soll im Herbst wieder hochradioaktiver Müll nach Gorleben gebracht wer- den. Hunderttausende Menschen haben in den letzten Jahren ihr nein! zu Atomkraft an vielen orten öffentlich sichtbar gemacht. die katastrophalen Zustände im Atom- lager Asse und ständige störfälle in Atomkraftwerken unterstreichen einmal mehr die unkalkulierbaren Gefahren der Atomtechnologie.
trotz allem soll es heißen: Weiter so! trotz allem sollen die Laufzeiten für AkWs verlängert werden. trotz allem soll der end- lagerstandort Gorleben weiter aus- gebaut werden. es ist nun an der Zeit, nicht nur das nein! gegen die Atomenergie auf die straße zu tragen, sondern beim Castor einen schritt weiter zu gehen.
unsere Aktion: schottern
Gemeinsam mit hunderten, tausen- den Menschen, aus dem unterschied- lichsten politischen und sozialen Alltag, wollen wir am transporttag auf die schienenstrecke gehen. Wir sind entschlossen, die strecke für den Atommüllzug unbefahrbar zu machen, massenhaft den schotter aus dem Gleisbett zu entfernen, also die Gleise zu unterhöhlen und sie in kreativer Weise unpassierbar zu machen. Wir wählen für die Aktion einen schienenabschnitt, auf dem an diesem tag kein Zugverkehr außer dem Castortransport stattfindet.

es ist ALLes GesAGt – es ist LeGitiM Zu HAndeLn

Wir wissen, dass unsere bewuss- te Veränderung der Castortrans- portstrecke nicht vom Gesetzbuch gedeckt ist. dennoch ist unser Handeln notwendig und legitim, um dieser menschengefährdenden technologie einhalt zu gebieten. Mit unserem schottern wollen wir der Atomlobby den Boden entzie- hen, auf dem sie ihren Müll gegen den Willen der Bevölkerung durch die Lande schickt. Mit uns gibt es kein „Weiter so!“. der Weg wird unterbrochen.

MAssenHAft und GeMeinsAM

Während der Aktion wollen wir eine situation schaffen, die für alle dar- an Beteiligten transparent ist und in der die Aktionsteilnehmerinnen solidarisch aufeinander achten und sich unterstützen. um auf die strecke zu kommen, werden wir gemeinsam Polizeiabsperrungen überwinden, umgehen oder durch sie hindurch- fließen. Wir lassen uns nicht stop- pen. Ziel unserer Aktion ist es, die schiene unbrauchbar zu machen, und nicht, die Polizei anzugreifen. unser wichtigster schutz ist die massenhafte Beteiligung, unsere Vielfalt und entschlossenheit: Wäh- rend Hunderte oder tausende die schottersteine entfernen, werden andere durch den einsatz körper- schützender Materialien wie Luft- matratzen, Polster oder Planen die schotternden schützen. Wir bleiben so lange auf der schiene, bis diese unbefahrbar ist.

Wer sind Wir?

Gruppen und Menschen aus der Anti- Atom-Bewegung, aus der klima- bewegung, aus globalisierungs- kritischen netzwerken, aus der An- tifa, aus verschiedenen spektren der Linken und aus weiteren gesellschaft- lichen Bereichen haben sich für diese kampagne zusammengefunden. Als teil des vielfältigen und bunten Wi- derstands im Wendland wollen wir unsere erfahrungen aus den erfolg- reichen Massenblockadeaktionen in Heiligendamm, Jena, köln und dres- den einbringen. Wir verstehen uns solidarisch zu den anderen Aktionen des Protests und Widerstands gegen den Castortransport.

ALLe können siCH BeteiLi- Gen! WAs können ALLe tun?
damit unsere Aktion gelingt, wollen wir viele werden.

|| ihr kündigt an, dass ihr bei „Cas- tor? Schottern!“ mitmacht. ihr/ eure Gruppe unterstützt die Ak- tion „Castor? Schottern!“ durch euren namen.
|| ihr bildet Gruppen vor ort und bereitet euch gemeinsam auf die Aktion vor. Wir vermitteln trai- nings für Aktionsgruppen. Mel- det euch bei uns.
|| ihr organisiert Veranstaltungen bei euch vor ort. Wir kommen gern zu euch, erzählen über den Castor und Atomkraft und be- richten über die idee der kam- pagne „Castor? Schottern!“.

CAstor? sCHottern! AtoMAusstieG BLeiBt HAndArBeit!

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